Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 24 (1927)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1927)
- Date
- 1927-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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26 Die zukünftige Gestaltung des K.j.V. Voranschlag pro Quartal. Miete......... - 1000,—Mk. Gehälter, R.-Versich.T Krankenk. . 2000,— „ Telephon......... 250,— „ Licht .......... 50,— „ Heizung ......... 50,— „ Büro-Material........ 300,— Porto .......... 450— „ J.ST............ 500— Reisen.......... 300— „ Eventualia.......... 100,— „ 5000 — Mk. Die zukünftige Gestaltung des KJA£ Von Erich H u r vv i t z , Berlin. Die Arbeiten des Kartelltages, zu dem wir uns rüsten, werde» sich in einer Atmosphäre ernster zionistischer Sorge vollziehen. Auf der zionistischen Bewegung lastet heute die Depression, die das Scheitern der übersteigerten Hoffnungen der vierten Alijah ausgelöst hat. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Palästina sind außerordentlich groß, und die Widerstandskraft des Jischuw wird auf eine harte Probe gestellt. Die Wechselwirkungen zwischen Palästina und der Galuth sind heute schon so stark, daS alle Schwankungen des palästinensischen Lebens vom Galuth zionismus mitgemacht werden, wobei naturgemäß auf alles Stirnmungsmäßige besonders empfindlich und besonders intensiv reagiert wird. In der augenblicklichen Situation ist aber die Ausschließlichkeit dieser gegenseitigen Abhängigkeit ein ungesunder Zustand. Der Jischuw muß zur Zeit noch zu schwach sein, um die seelische Verfassung der Zionisten in der Galuth heute schon so entscheidend zu beeinflussen. Er ist auf allen Gebieten, besonders den ökonomischen und menschlichen, noch so sehr abhängig von der Galuth, daß jede Schwierigkeit in Palästina verdoppelte Energien auslösen müßte, um ihm bei der Überwindung der Schwierigkeiten zu helfen. Von einer solchen Steigerung der Bereitschaft zu verstärkter Leistung Palästina gegenüber ist im gegenwärtigen Momente aber nichts zu spüren. Das Unerträgliche der augenblicklichen Situation liegt nicht einmal so sehr in der Teilnahmlosigkeit einefc großen Teils der Zionisten, sondern darin, daß gerade bei dexa Interessierten und innerlich ganz Beteiligten Depression und Resignation die Grundstimmung beherrschen. Die katastrophalen Wirkungen der Krise zeigen sich also nicht nur da, wo direkte und unmittelbare Beziehungen zu den Betroffenen bestehen, wie etwa in Polen, wo die große Zahl der