Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 24 (1927)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1927)
- Date
- 1927-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Anträge 5 Anträge: V.f.St. Hasmonaea Breslau I. V erbindungsrat. Zur Schaffung eines engeren Zusammenhanges der einzelnen Verbindungen untereinander und mit dem Präsidium soll ein Verbindungsrut geschaffen und in den Kartellstatuten verankert werden. Der Verbindungsrat besteht aus Vertretern der einzelnen Verbindungen. Jede Verbindung entsendet einen Delegierten. Der Verbindungsrat tritt möglichst einmal vierteljährlich zusammen. Die Einberufung soll durch das Präsidium erfolgen. Sie muß erfolgen, wenn es mindestens vier Verbindungen verlangen. Der Verbindungsrat ist über die Präsidial geschäfte auf dem Laufenden zu halten und vor wichtigen Entscheidungen des Präsidiums zu hören. Der Verbindungsrat beschließt mit einfacher Mehrheit. Er ist berechtigt, einen außerordentlichen Kartelltag einzuberufen; es bedarf dazu einer Mehrheit von drei Viertel der jeweiligen Mitglieder. II. J. St. Der Kartelltag wolle beschließen: Der J. St. soll, soweit die finanziellen Verhältnisse gestatten, monatlich erscheinen. Zur Stärkung des persönlichen Zusammenhanges zwischen den Bundesbrüdern und zur besseren Information sollen regelmäßig Semesterberichte sämtlicher Verbindungen veröffentlicht werden. Außerdem soll den Personalien ein breiter Raum eingeräumt werden. Ist das Erscheinen des J. St. nicht allmonatlich möglich, so soll an seiner Stelle ein kurzes Mitteilungsblatt erscheinen. III. Politisierung des Kartells. Die VJ.St. „Hasmonaea" Breslau steht auf dem Standpunkt, daß eine eingehende Beschäftigung mit den politischen Strömungen innerhalb des Zionismus nach wie vor einen wesentlichen Bestandteil der Verbindungsarbeit darstellt und erwartet von jedem Bundesbruder eine bestimmte Stellungnahme. Sie lehnt aber den Versuch ab, das Kartell nach außen hin auf eine bestimmte Partei rieh tung festzulegen; sie lehnt es insbesondere ab, die Wahl des Präsidiums auf Grund einer politischen Mehrheit vorzunehmen. IV. K a r t e 111 a g. Der Kartelltag macht es dem Präsidium zur Pflicht, den Kartelltag statutenmäßig jährlich einzuberufen. V. St* Saroma Frankfurt. 1. Die V.J.St. „Saronia" mißbilligt den Abschluß eines Vorabkommens mit dem B 1 a u - W e i ß durch das Präsidium ohne Anhörung der verfassungsmäßigen Kartell-Instanz. Demgemäß erkennt die „Saronia" die hierdurch geschaffenen neuen Tatsachen in keiner Weise als für das Kartell verbindlich an. 2. Die „Saronia" lehnt entschieden die Schaffung eines neuen Bundes aus zionistischen Zweckmäßigkeitsgründen ab. Soweit Blau-Weiße für das K.J.V. geeignet sind, befürwortet sie die individuelle Aufnahme. Nur innerhalb dieses Rahmens können Richtlinien zwischen beiden.