Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 6 (August 1925)
- Date
- 1925-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte m gingen wir auch daran, das Verbindungsleben zu intensivieren. Zu diesem Zwecke gab Ludwig Mayer einen Tendenzkurs für die Füxe. Hier kam es besonders darauf an, unseren neugewonnenen Menschen den großen Bezirk der Tatsachen vor Augen zu führen, aus denen unsere zionistische Entscheidung resultiert. Es wird Aufgabe des Wintersemesters sein, nun auf Grund des Tatsachenmaterials sie in die zionistische Ideologie einzuführen. Ferner gab Bbr. Cohn einen hebräischen Lehrkurs für Anfänger, der immerhin (trotz Kürze der Zeit) als gelungen bezeichnet werden darf. Wir verfehlten weiter nicht, unsere Bundesbrüder mit den Problemen des bevorstehenden Zionistenkongresses vertraut zu machen, was besonders auch durch ein Referat von A.H. Hilb-Mannheim erreicht wurde. Als eine besonders wichtige Aufgabe wurde auch von Anfang an betrachtet, den Konnex mit den hiesigen A.H.A.H. herzustellen. Auch darin hatten wir einigen Erfolg. Besonders unterstützt in unserer Arbeit wurden wir von den A.H.A.H. Albert Hirsch und Emil Weiler. Beide waren fast ständig bei den Veranstaltungen anwesend, letzterer hat in häufigen privaten Unterredungen einen wohltätigen Einfluß auf die Aktivitas ausgeübt. Zusammenfassend ist zu sagen: Wir haben in Heidelberg in diesem Semester, nach vorheriger Stagnation, einiges erreicht, Keilerfolge gehabt und einen verhältnismäßigen geordneten Verbindungsbetrieb durchgeführt. Aufgabe des Präsidiums wird es sein, im nächsten Frühjahr Heidelberg bedeutend stärker zu besetzen; dann wird man nicht nur viel größere Keilerfolge haben, sondern auch der Verbindungsbetrieb und unser Prestige nach außen hin werden auf der Höhe sein, wie sie einer guten K.J.V.-Verbindung entsprechen. Bericht der VJ.St »Jordania«, München. Die Münchener Verbindung ist diesmal in der Lage, einen recht erfreulichen Semesterbericht zu geben. Während wir noch vor einem Jahre uns überlegten, ob es überhaupt noch einen Sinn habe, mit einem Inaktiven und drei Füxen die Verbindung aufrecht zu erhalten, haben wir heute eine Aktivitas von 14 Leuten, davon sechs Füxen, sowie einem O.V.G. Auf unserem Antrittskonvent wurden die Chargen folgendermaßen besetzt: Robert Beer X, Herbert Glücksmann XX und F.M. Max Feder XXX. Im Anfang des Semesters hatten wir uns zwei Hauptaufgaben gestellt, die wir beide befriedigend erfüllt zu haben glauben. Die eine war, neue Leute für die Verbindung zu gewinnen^ die andere, einen geregelten Semesterbetrieb einzuführen und die Hebung des geistigen Niveaus anzustreben. Die Keilarbeit gestaltete sich etwas schwierig. Von den 14 Keil-Füxen, die wir bearbeiteten, haben wir drei aktiv gemacht, jedoch erstreckt sich unsere Einflußsphäre auf eine bei weitem größere Anzahl. Bei unserer Innenarbeit war ganz in den Vordergrund gerückt die Hebung des geistigen Niveaus durch gut vorbereitete Konvente und die Erlernung der hebräischen Sprache. Unsere Konvente bekamen durch den mitten im Semester liegenden Kartelltag einen besonderen Schwung,