Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 22 (1925)
- Issue
- Heft 4-5 (Juni 1925)
- Date
- 1925-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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An den Kartelltag 151 bundenheit des Kartells mit Erez Israel. Perl hatte prinzipiell nichts gegen den Plan einzuwenden, allerdings, gegebenenfalls nur in der Form eines Unternehmens von K. J. V. e r n , nicht des K. J. V., da dies, wie er an dem Beispiel der Blau-Weiß- Werkstätten nachwies, zu schweren innen- und außenpolitischen Konflikten führen würde. Von allen Seiten wurde im Anschluß an die Diskussion dieser Frage hervorgehoben, wie wichtig der Ausbau der Beziehungen zwischen Landesverband und Präsidium für die sachliche Palästinaarbeit des Kartells sei. Von unserer Seite bestände die vollständige Bereitwilligkeit, die Anfragen des evtl. zu erweiternden Palästina-Ressorts zu bearbeiten. Ferner sei es von imminenter Bedeutung, daß die führenden Menschen des Kartells sich durch Reisen persönlich über die Probleme des Aufbaues orientierten. Ad. 3. Altherrenschaft. Die Berichte hierüber wurden zur Kenntnis genommen, wobei man der Besorgnis Ausdruck gab, daß aus der organisatorischen Trennung der Altherrenschaft von dem aktiven Kartell auch eine organische resultieren werde. Besonders gelte dieses Bedenken im Hinblick auf die palästinensischen Alten Herren, die doch einen sehr aktiven Typ darstellten. Man gab der Hoffnung Ausdruck, daß dem Landesverband Erez Israel die ihm gebührende Einwirkungsmöglichkeit auf das aktive Kartell auch statutarisch weiter erhalten bleiben möge. A d. 4. Fusionen. Zur Kenntnis genommen. Ad. 5. Maasser -Verpflichtung. Der Antrag des Präsidiums: „Voraussetzung zur Zugehörigkeit zum Kartell bildet die „Verpflichtung zur Maasserzahlung" usw. fand unsere Billigung. Auf Antrag Perl wurde der Beschluß gefaßt, die Kontrolle der Maasserzahlung der hiesigen K.J.V.er selbst zu übernehmen, und die gemäß der palästinensischen Maasserordnung eingegangenen Beträge einzuziehen und an das hiesige Keren-Hajessod- Komitee abzuführen. Es wurde eine Vertrauensmänner-Kommission eingesetzt, bestehend aus den Bundesbrüdern Hecker, Auerbach, Bileski, zu denen als Funktionäre Perl und Wollstein treten. Hecker beantragt, sich auch an der allgemeinen Keren-Hajessod- Arbeit zu beteiligen, was allgemeine Billigung findet. Ad. 6. Altherrenbund Haifa. Fritz Simon bean tragt, gemäß dem Statut der Altherrenschaft die Konstituierung eines Altherrenbundes Haifa des K.J.V. im Landesverband Erez Israel. Der Antrag wird angenommen. Zu Vorsitzenden werden gewählt: Bileski, Fritz Simon, Leo Cohn. Als Aufgaben des neuen Altherrenbundes werden bezeichnet: Stärkung des Zusammenhanges unter den Haifaer Bundesbrüdern unter Einschluß der im Emek und den benachbarten Kolonien lebenden K.J.V.er, Kontrolle der durch unsere Bundesbrüder zu erfüllenden zionistischen Verpflichtungen, Unterstützung der nach Erez Israel kommenden Bundesbrüder mit Rat und Tat.