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Der jüdische Student · 1925-06-01 · Heft 4-5 (Juni 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 4-5 (Juni 1925)
Date
1925-06-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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mens -jröDiSOBD® §VTDMI »i v»cBn»ira dm kajekonbim OTVOiSCEKBIl TEBBINOVirGKlf 2. l ahrgang ""Tu^ Heft Nr. 4/5 Die Aufgaben des Referat von Herbert Foerder. Trotz der weitgehenden Allgemeinheit des Themas meines Referates: „Aufgaben des K.J.V." läßt es mit Deutlichkeit erkennen, daß meine Ausführungen sich nicht oder nur z:um geringen Teil mit der Vergangenheit beschäftigen werden; der Rechenschaftsbericht des Präsidiums liegt gedruckt vor. Ich will vielmehr den Versuch machen, zukunftsgewandt die Wege anzudeuten, die das K.J.V., unser Bund, in der nächsten Arbeitsperiode einzuschlagen hat. Trotzdem müssen einleitend einige wenige Bemerkungen über die hinter uns liegende Zeit gemacht werden. Wenn auch augenblicklich insbesondere die eigentlichen Repräsentanten des Kartells, diejenigen, die mitten in der Arbeit stehen, im allgemeinen bei einer kritischen Ueberprüfung der Kartellsituation zu einem positiven Resultat gelangen, jetzt wieder ganz überwiegend der unbeirrbare Wille vorhanden ist, sich durchzusetzen, so ist nicht zu verkennen, daß unser Bund starke Erschütterungen durchgemacht hat, die sein zionistisches Prestige (um mich euphemistisch auszudrücken) nicht gerade gefördert haben. Ich will hier nicht auf Einzelheiten dieser Krise — um ein in unserer gesamten Bewegung allzugern angewandtes Wort zu gebrauchen — eingehen, sondern nur versuchen, ihr Grundmotiv aufzuzeigen. Ich sehe die Hauptursache der fortlaufenden Erschütterung, um es etwas paradox zu formulieren, in der Tatsache Palästina, den ungeahnt nahen Anforderungen, die das Land mit überraschender Schnelligkeit auch an uns stellte. Das alte Kartell, dessen große Verdienste gerade um die Fortentwicklung des Zionismus in Deutschland nicht übersehen werden sollten, war plötzlich unvorbereitet wie die gesamte Organisation vor die Realität Palästinas mit ihren tatsächlichen, nicht nur ideologischen Aufgaben gestellt. Jetzt mußte die Entscheidung fallen, ob das K.J.V. als Bewegung mit echten Antrieben und Kräften im Stadium der Verwirklichung durchführte, was es in dem der Vorbereitung als richtig und verpflichtend erkannt hatte. Palästina war eine beglückende, aber beunruhigende Tatsache zugleich. Einzelne gin-

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