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Der jüdische Student · 1925-05-01 · Heft 3 (Mai 1925) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
22 (1925)
Issue
Heft 3 (Mai 1925)
Date
1925-05-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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82 Berichte des Präsidiums das gesteckte Ziel mindestens von der großen Mehrheit unserer Menschen erreicht wird. Das scheint jedoch hei der vorhandenen Struktur unseres Bundes unmöglich zu sein. Die Hauptaufgabe wird also darin liegen, zu erreichen, daß unsere Menschen den einmal gewählten Beruf in Hinblick auf palästinensische Möglichkeiten und Erfordernisse spezialisieren oder versuchen, was in sehr vielen Fällen möglich sein wird, einen verwandten geeigneteren zu wählen, der ihre vorhergegangene Arbeit nicht hinfällig macht. Es ist bereits zu wiederholten Malen dargelegt worden, welche Möglichkeiten hier vorhanden sind. Es ist unmöglich, hier feststehende und sichere Wege zu zeigen, da alle diese Möglichkeiten abhängig sind von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung Palästinas, deren dauerndes Fließen jede Voraussage unmöglich macht. Es mag nur gesagt werden, daß es sich gezeigt hat, daß hier viele größere Möglichkeiten vorhanden sind, als allgemein angenommen worden ist. Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, die Möglichkeiten von Erez Israel nach dem geringen augenblicklich vorhandenen wirtschaftlichen Ausmaß des Landes zu beurteilen, und ganz vergessen, welche verhältnismäßig -geringe Ursachen es noch heute bedarf, um das Ausmaß und die Struktur dieser Wirtschaft entscheidend zu verändern. Was Palästina braucht, sind sicherlich eher fachlich ausgezeichnete Menschen, die wie jeder Mensch, der sein Gebiet gründlich beherrscht, stets in der Lage sein werden, verwandte und spezialisierte Aufgaben zu lösen, als Menschen, die sich hier nur für vermeintliche palästinensische Erfordernisse ausgebildet haben, die in einigen Jahren gar nicht mehr oder ganz anders vorhanden sind. So kann, wie es scheint, von einigen Besonderheiten abgesehen, heute kaum mehr gesagt werden, als daß kurz folgende wenige Forderungen zu erheben sind: Erziehung von Menschen mit Palästinawollen und mit dem Willen, sich den Bedingungen des Landes unterzuordnen. Intensive fachliche Ausbildung, die von Fall zu Fall und von Zeit zu Zeit nach Möglichkeit zu überprüfen und zu berichtigen ist. Es braucht nicht darauf hingewiesen zu werden, daß, wenn gewertet werden soll, die erste Forderung noch wichtiger als die zweite erscheint. Sie erfordert allerdings, daß die gesamte Einstellung des Kartells sich viel stärker nach dieser Richtung orientiert als bisher. Obgleich die Allijah von K. J. V'ern in der letzten Zeit eine viel größere gewesen ist, als wir es zu hoffen wagten (es sind zurzeit zirka 80—100 Bundesbrüder dauernd in Palästina) und obgleich die begründete Hoffnung besteht, daß diese Allijah sich verstärken wird, soll nicht verhehlt werden, daß die Arbeit des Ressorts in dieser Hinsicht nicht befriedigen kann. Die meisten Bundesbrüder, die nach Erez Israel übergesiedelt sind, sind ihren Weg selbständig gegangen, wenn auch nicht verkannt werden soll, daß ihr Antrieb im Kartell entstanden und genährt worden ist. Es wird stets unmöglich sein, diese Dinge zahlenmäßig zu erfassen. Eine grundlegende Besserung erscheint jedoch, wie oben versucht ist auszuführen, nicht durch eine isolierte Arbeit irgend eines Ressorts möglich, sie wird stets abhängig von der Gesamteinstellung und Gesamtarbeit des Kartells bleiben. Im Laufe des letzten Jahres ist die Stellenvermittlung des Kartells, deren Organisation bis dahin stark vernachlässigt worden war, neu

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