Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 21 (1924)
- Issue
- Heft 8-9 (Oktober 1924)
- Date
- 1924-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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2UÜ?ehiiiitlicher Beteiligung von 10 Bundesbn dem durchgeführt. Man kann sagen, dass sich die Fahrt durchaus eingeführt hat und dass bezi.glich der Haltung und Kleidung Ansätze zu stil- und gehaltvoller Entwicklung erreicht sind. Bei Bundesbrüdern, denen so gut wie jedes Verhältnis zur Natur und zu körperlicher Betätigung . fehlte, kann man eine fast durchgreifende Wandlung konstatieren. Zu l. ist erreicht, dass alle jüngeren Bbr. Bbr. sich sehr gn Midlich kennen gelernt haben, dass sie teilweise zunächst auch in Dingen der Disziplin ertasst sind, und dass einige auch zueinander ein wirklich gemeinschaftliches Verhältnis gewonnen haben. Doch bliebe hier noch sehr viel zu tun. Als Mittel zu 1. und überleitend zu 2. sind ferner die Budenabende zu nennen, von denen wir neben rein geselligen insbesondere solche veranstaltet haben, auf denen teils jüdische, teils allgemein menschliche brageu zusammenhängend dargestellt und besprochen wurden, die aus äusseren oder inneren Gründen den Bundesbrüdern besonders aktuell waren. Zu 2. mussten die Euxenstunden einmal wieder in besonders intensiver Art gegeben werden. Den Anfang hatte A. I i. Ginsburg übernommen, von der 6. Stunde ab fi'hr:e Bbr. Siegfried Kanowitz den Unterricht weiter. Die Bbr. Bbr. Herbert Hirsch und Kurt Kanowitz hielten Pressereferate. Bbr. Siegfried Hirsch aus der Kwuzah-Zwi hielt Referate 'über die politische Struktur der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina sowie über Siedlungslormen der jüdischen Arteiter in Paläsüna. Gelegentlich seines Aufenthaltes wurde unter seiner Leitung ein Palästinakurs begonnen, der bis jetzt an drei Abenden statt fand, wobei jüngere Bunderbrüder die Referate hielten. — Ms ist mit Sicherheit anzunehmen, dass auf diese W eise das Ziel erreicht wird. Was die Leibesübungen betrifft, so haben an den Uebungen des hiesigen Jiddischen Turnvereins durchschnittlich drei bis vier Bundesbrüder, zumeist solche die sich mit Körperübiingen fast gar nicht abgegeben hatten, teilgenommen. Dieselben Bundesbrüder nahmen an den von der hiesigen Kantloge veranstalteten Uebungen zu einem grossen Werbeturnfest teil. Am Rudern beteiligten sich durchschnittlich zehn Bundesbrüder, mindestens einmal wöchentlich. Aussenarbeit: Die Hälfte der Schekalim wurde von Bundesbrüdern verkauft. Im Dienst des Keren-Hajessod waren 3 Bundesbrüder beschäftigt. Bbr. S. Hirsch hielt ein Referat bei den Kameraden, das sehr gut wirkte. Abgegeben wurden die Bundesbrüder J. Munwes und W. Schwarz. Neu aufgenommen wurden: Weissberg, Teitelbaum, Schaul. V. ). St. Hatikwah, Würzburg. •Vom Antrittskonvent wurden die Chargen wie folgt besetzt: ISrunv Siwzon**, Victor Goldberg**, Hans WeisskopP**. - Zugleich wurde an drei ältere Bundesbrüder Gencraldispeus erieilt. Die Aktivitas bestand somit aus 5 Bundesbrüdern. Es beteiligten sich ausserdem noch zwei jüngere Alte Herren. Die sofort aufgenommene Keilarbeit zeitigle wenig Lrtolge. Das lag sowohl an mangelndem Keilmaterial, als auch an der Tatsache, dass die wenigen Keiltiixe, die in anderen Verbindungen activ geworden sind, von diesen bereits vorgekeilt, und so von vornherein aussichtslos waren. Zwei Keiltüxe aus Riga wurden rezipiert... An regelmässig durchgeführter Arbeit ist zu verzeichnen. Zweimal wücliemLch Hebräisch für Fortgeschrittene. Besuch und Erfolge gut. Ausserdem nahmen die wen .gen fortgeschrittenen Bundesbrüder noch an einem Anfängerkursus teil. Am Montag abend und Sonnabend nachmittag Turnen auf dem Univ. Sportplatz. . .