Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 21 (1924)
- Issue
- Heft 8-9 (Oktober 1924)
- Date
- 1924-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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204 Aus den Verbindungen Koheleth gelesen und der Versuch cremacht, die Unterhaltung nur hebräisch zu fuhren. Auch die Bundesländer, die sich bisher noch nicht rmt der hebräischen Sprache beschäftig hatten, wurden in den Aniängerkursen sehr geiY.rderL Der Tendenzkurs, den Bbr. Lewin gab, konnte wegen dergeringen Zahl der Bundesbh.-der erst im Juli beginnen. Die Füxe hielten einige kürzere Referate. Sport fand regelmässig einmal wöchentlich statt, auserdem machten wir alle 14 Tage Wanderungen. W ir beleihten uns auch am zionistischen Stammtisch, d. h. er war last ni*r vuii uns besucht, da wir nur sehr wenige Zionisten in Bonn haben. Die X.F.-Aktion wurde von unseren Buudesorüderri durchgeiührt, ausserdem ermügüchien wir eine Aufführung des Palästinafilms, die wir durchaus als FrLlg bezeichnen können. Um den Stammdsch zu beleben, haben wir für den Winter eine Reihe von Vorträgen vorgesehen, auf die sich die Bundesbrüder schon in den Ferien vorbereiten sollen. Der Zusammenhang unter den Bundesländern war gut, sodass auch dadurch eine gute Erziehung der jüngeren Bundesbn'.dern gewährleistet war. Leider ist unser Haus immer noch {:escn lag nahmt, Im Wintersemester wird die Arbeit in derselben Weise fortgeführt werden. Personalia: Xeu aufenommen: stud. phil. Erich Winter aus Bonn, stud. med. Hans Isaak aus Enkirch. Ausgetreten: Erich Bruch. V. K V. St Kadimah, Friedberg. Nachdem wir heute das Verbindungssemester geschlossen haben, und da wir es für nötig halten, dass das Präsidium und das Kaneil üter oie Arbeit in den einzelnen Verbindungen genau orientiert ist, wollen wir Euch einen ausführlichen Bericht über den Verlauf der Arbeit in unserer Verbindung geben» Wir haben das Sommersemester bereits am 9. April eröffnet, da zu dieser Zeit schon fast alle Bundesbriider hier anwesend waren. Als wichtigste Aufgabe in diesem Semester betrachtete schon der erste B.C. die Keilaroeit. Leider konnten wir aber keinen Erlolg haben, da bloss ein jüdischer Studierender nach Friedberg gekommen ist. In der ers^n Hälfte des Semesters fanden zwei Cyklen von Vorträgen über jü'J, Geschichte und Paias.üiäku.ide stau. Nachdem dieselben beende/ waren, wurden diese Vortragsatende durch Einzelvcnrä^e von den jüngeren Bbr. Bbr. ausgefüllt. Dadurch sollten die jüngeren Bbr. Bbr. zu einem selbständigen Arbeiten und Nachdenken erzogen werden. Neben d.esen Vorträgen wurden auch noch drei Kurse Hebräisch abgehalten. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Die Unterrichtssprache war auf beiden Kursen Hebräisch. Vom Anfang des Semesters bis Ende Juni trieben wir auch Sport, mussten aber dann leider das Turnen wegen technischer Schwierigkeiten wieder aufgeben. Unsere zionistische Arbeit bes and in diesem Semester aus drei Filmaufiihnmgen in Bad-Nauheim und Friedrerg, einer HerzKeer in Bad-Nauheim und Finzelsammlungoi in den jiwüschen Hotels von Bad-Nauheim. Die Ergebnisse waren zulriedensiellend. P e r s o iulien; Am" dem F.rüffnungs B.-C. wurden folgende Bbr. Bbr. in den B. C.?:e c i p i e r t : Brünnl, Friedmann, Grcssvogel, Hanemaun, Wulfsohn. Die Bbr. Bbr. Meier Sinaburg und Harry Voremberg verabschiedeten -ach auf diesem B. C. von unserer Verbindung, da sie Friedberg verlassen. N euaufnah m e n : Bbr. Isaac Baituch