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Der jüdische Student · 1924-04-01 · Heft 4-5 (April 1924) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
21 (1924)
Issue
Heft 4-5 (April 1924)
Date
1924-04-01
Page
[Seite] (sequence 53)
Language
German
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Aus dem Karteil ill Das ist in grossen Zügen das Bild der „Kadimah* im letzten Semester. Wir sind uns dabei im klaren, dass noch viel zu tun ist, dass insbesondere das mehr ins Extensive gehende Unterrichtswesen eine Wandlung zum Intensiven erfahren muss, besonders in der hebräischen Arbeit, die bisher dem privaten Fleiss überlassen blieb, und in der Keilarbeit, die weit erfolgreicher hätte sein können. Das soll im kommenden Semester besser werden. Was uns aber bestimmt hat, unsern Bericht so ausführlich zu geben, das ist der Wunsch, allen Bundesbrüdern etwas von der Freude zu erhalten und neu zu geben, die unsere Arbeit im Wintersemester erfüllt hat. Es herrscht in den Reihen des K. J. V. viel Missmut und viel Zweifel. Wir aber glauben an das Kartell, und wenn wir glauben, dann wird es leben. Personalia: In den A. C. aufgenommen: Ernst' Hainsfurth, Hirsch Stras cheffsky, Lothar Lipstadt. Den Rat zum Austritt erhielten: Waldemar Nathan, Reinhold Bäsch, A. H.-iert wurden: Rieh. Markel, Josef Bundheim, Ludwig Erlanger, Walter Falk, Alex Gurwitsch, Hermann Loeb. Nach Amerika ist gegangen A. H. Siegfried Flörsheim, nach Erez Israel Josef Bundheim als Landwirt. Samuel Roch x. V. J. St. Hatikwah, Würzburg. Der Antrittskonvent besetzte die Chargen mit Hugo Tannenbaum x Benno Siwzon xx Benzion Wischnewsky xxx. Wir waren uns zu Beginn des Semesters darüber einig, daß in Anbetracht der recht schwachen Aktivitas und der zahlreichen, im Examen stehenden Bundesbrüder, die Durchführung eines Verbindungsbetriebes in größerem Rahmen nicht möglich sein würde. Man setzte zwei Veranstaltungen fest; eine am Freitag, die dem Beisammensein der Bundesbrüder gewidmet war, und eine zweite am Samstag, in der wir unter Leitung des Universitäts- Turnlehrers einen geregelten Turnbetrieb durchführten. — Beide Veranstaltungen, besonders erstere, die durch Lesen jüdischer Literatur, Vorträge usw. ausgefüllt war, wiesen im Laufe des Semesters einen zufriedenstellenden Besuch auf. Die Außenarbeit, deren Leitung Bbr. Meyer innehatte, wurde erfolgreich durchgeführt. Das vom N. F. festgesetzte Kontingent für Würzburg wurde von uns zum größten Teil aufgebracht; daneben wurden kleinere im Rahmen der Ortsgruppe liegende Arbeiten erledigt. Eine Neubelebung der Ortsgruppe brachte einige für die Bundesbrüder in zionistischer Hinsicht sehr instruktive Abende. Was nun die nächste Zukunft anbelangt, so stehen wir vor der traurigen Tatsache, daß, falls nicht vom Präsidium durch Ueberweisung neuer, arbeitsfähiger Bundesbrüder Abhilfe geschaffen wird, sich die „Hatikwah11 in den nächsten zwei Semestern von selbst auflösen wird. Denn das ist der Zeitraum, in dessen Verlauf wohl alle hiesigen Bundesbrüder ihre Examina hinter sich haben werden, um daraufhin Würzburg zu verlassen. Diese Auflösung aber wäre von größtem Nachteil für die zionistische Arbeit in Würzburg und Umgebung, denn gerade die :>. diesem Semester

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