Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 21 (1924)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1924)
- Date
- 1924-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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109 Nach den Weihnachtsferien gestaltete sich die Arbeit in unserer Verbindung etwas nachlässiger, da fast alle Bbr. Bbr. durch ihr Studium stark in Anspruch genommen waren. In diesem Semester wurden die Bbr. Bbr. Teichner und Singer nach einer unterzogenen Burschenprüfung zum B. C. zugelassen. Bbr. Neugröschel wurde in den B. C. ohne Prüfung aufgenommen. Aus der Verbindung ist in diesem Semester Bbr. Aron Sinaburg geschieden. Aufgenommen wurden in diesem Semester die Bbr. Bbr. Brüm und Duboscharsky. A. H.-iert wurden die Bbr. Bbr. Bilinki, z. Zt. Palästina; J. Gidon, z. Zt. Berlin; R. Gidon, z. Zt. Berlin; E. Levy, z. Zt. Berlin; B. Rosenberg, z. Zt Berlin; J. Lovenstein, z. Zt. Frankfurt; Daniel, z. Zt. Argentinien. Die Charge war durch folgende Bbr. Bbr. besetzt: Eugen Dickstem xt Simon Schereschewsky xx, Benno Hanemann xxx. Zum.Ferienchargierten wurde Bbr. Simon Schereschewsky gewählt Eugen Dickstein x. Adresse des Ferienchargierten: S. Schereschewsky, Nauheim (Bad), Bismarckstr. 4. V. J. St. Kadimah, Hamburg. Bericht über das Wintersemester vom 1. VIII. 23 bis 29. IL 24. Am Encu dieses Winters kann die „Kadimah" auf das zehnte ihrer Semester zurückblicken. Und sie hatte das Recht, zu diesem Zeitpunkt die Bbr. Bbr., deren Arbeit mit ihrem Werden und Gedeihen verbunden war und ist, zu einem Konvente festlicher Freude zu vereinigen. Solche Feste sind Stationen im Leben einer Verbindung. Sollen sie einen Sinn haben, so ist es der, den zurückgelegten Weg zu prüfen und sich Mut und Kraft zu wünschen, für eine gute, dem Ziele sich nähernde Weiterfahrt. Diese 10 Semester sind keine leichte Zeit für unsere „Kadimah" gewesen. Aus kleinen, schwachen Anfängen, die oft genug wieder zu zerfallen drohten, ist durch die aufopfernde Arbeit junger Bundesbrüder in ganz kurzer Zeit eine Korporation erwachsen, die innerlich stark und fest gefügt, imstande ist, die Bundesbrüder zusammenzuhalten und in einheitlichem Geiste zu erziehen, die mehr und mehr ein Faktor im zionistischen Leben Hamburgs wird, und die ein guter Anfang für eine bessere Zukunft ist. Das letzte Semester hat uns auf dieser Bahn ein schönes ^tück weiter gebracht. Es hat sich dabei im Interesse einer einheitlichen Leitung gut bewährt, dass der Konvent schon am Anfang der Sommerferien die Chargen für das Wintersemester besetzte, und zwar: a. B. Samuel Roch x, a. B. Josef Fischler >. v, a. B. M. Goldberg xxx. Als wir unsere Arbeit begannen, befand sich die „Kadimahu in einer Verfassung, wie sie leider im Karfell geradezu typisch zu werden droht. Eine Atmosphäre gegenseitiger Gereiztheit und allgemeiner Freudlosigkeit. Ermüdung der Jüngeren, Gleichgültigkeit der meisten Aelteren. ein Boden also, auf dem das Kraut „Stunk" gern und üppig