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Der jüdische Student · 1924-04-01 · Heft 4-5 (April 1924) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
21 (1924)
Issue
Heft 4-5 (April 1924)
Date
1924-04-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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ZEKISOKMig^ - ^lJ5>fiSCHE» WBBINDUfCGBJI 21. Jahrgang April/Mai 1924 Heft 4/5 Bemerkung der Redaktion. Die Ideologie des Kartells wird beherrscht von dem Begriff der politischen Erziehung. Die Erstchargiertentagung hatte sie zum Mittelpunkt der Diskussion. Ein Ergebnis dieser Debatten war der Wunsch, den J. St. mehr als bisher in den Dienst dieser politischen Erziehung zu stellen. Die Redaktion unternimmt es jetzt, diesen Wunsch zu konkretisieren. Der J. St. soll ein politisches Organ unseres Bundes werden, in dem vorerst nur im internen Kreise, die wesentlichen Fragen der Politik des Zionismus — wobei unter Politik nicht die üblichen Tagesfragen zu verstehen sind — grundlegend behandelt und zu einem gewissen Abschiuss gelangen sollen. Wenn wir mit diesem neuen Schritte beabsichtigen, dem J. St. auch über den engen Kreis des Kartells hinaus Geltung zu verschaffen, so geschieht dieses in dem Bewusstsein, dass ein Weiterdringen unserer Anschauungen und eine fruchtbare Vertiefung nur dann möglich sind, wenn die Berufenen in unserem Kreise sich auch für die Ausgestaltung des J. St. verantwortlich fühlen. Nur dann wird es möglich sein, aus dem J. St. mehr als einen theoretischen Beitrag zur jüdischen Politik zu machen. Nur dann wird es ein lebendiges Organ im Zionismus darstellen. In einem zweiten Teil werden die zpezifischen Kartellfragen behandelt werden. Auch hier muss die Redaktion den Mangel an Mitarbeit beklagen, der sich gerade in den jüngeren Kreisen des Kartells bemerkbar macht. Unser spezifisches Leben kann nur gedeihen, wenn unsere Bundesbrüder die Verpflichtung in sich fühlen, zu den herrschenden Problemen und Fragen des Kartells Stellung zu nehmen und mit der Oeffentlichkeit des Kartells in Fühlung zu treten. Wenn so sich alle Kreise unseres Bundes ihrer Verantwortung bewusst sein werden, so wird es gelingen, unsere Zeitschrift wieder zu dem zu machen, was ihr Zweck seit dem ersten Heft an gewesen war: Das Tribunal der öffentlichen Meinung im Kartell und darüber hinaus im Zionismus zu sein. Paul Hirsch. Rudolf Samuel.

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