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Der jüdische Student · 1924-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1924) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
21 (1924)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1924)
Date
1924-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Briefe aus ferez~ Israel - 7 •" : V ". ' \ ' - ." " ' Jerusalem, den 16. Januar 1924. Lieber Arthur Stein! ■ V: . Du erhältst anliegend einen neuen Sitzungsbericht, der mehr als der erste für einen Abdruck geeignet ist. Es ist übrigens viel' schwerer noch, als man es sich in Berlin vor-- gcsieilt hat, für einen Zionisten mit zionistischen Interessen im Lande zu . existieren, ohne Hebräisch zum mindesten verstehen und lesen zu können (um vom Sprechen zunächst nicht zu reden). Dieser ersten — übrigens nicht allzu schweren — Forderung müßten alle genügen. Sonst fühlen sie sich subjektiv unwohl und bedeuten objektiv, da ihre Unzulänglichkeit sich in großer Oberflächlickeit äußert, für das Land und die Gesellschaft eine Belastung. Ich schicke an Mor. Bileski regelmäßig Zeitungen — wir werden dieses Versandgeschäft übrigens im ganzen hiesigen KJV. organisieren — und ich glaube, daß man zum mindesten imstande sein sollte, eine solche Zeitung zu lesen, bevor man nach Palästina kommt. * Jeder, der hierher kommt, sollte sich drei Monate von aller Arbeit freimachen, und Tag und Nacht Hebräisch lernen, Anfänger mindestens 6 Monate, am besten in Erez Israel, oder schlimmstenfalls in Deutschland. In unseren Jahren kann man nur noch, dann allerdings ziemlich .schnell, „lernen", wenn man den ganz Tag und die ganze Arbeitskraft dafür hergehen kann. Selbstverständlich werden wir nie mehr wirklich in den Geist der Sprache eindringen.* Aber so streng man in Palästina gegenüber der absoluten Unkenntnis ist, so nachsichtig ist man gegenüber ehrlichem Bemühen. Ich glaube, daß ich einigen Bundesbrüdern in den Arbeiterorganisationen wichtige Posten verschaffen könnte, wenn sie sich Hebräisch verständigen können. Ich wäre z. B. dafür, daß <P. nach Palästina käme, um hier zunächst 9 Monate Tag und Nacht Hebräisch zu arbeiten und dann einen leitenden kaufmännischen Posten in einer Arbeiterorganisation einzunehmen. Aber auch andere kommen sehr in Betracht, z. B. . . . Wer noch? — Allerdings zahlen die Arbeiter proletarische Gehäker, so daß Wir Alteren vielleicht ausscheidet. - Herzlichen Gruß Euch Allen Felix Rosenblüth. Jerusalem, den 16. Januar 1924. An das Präsidum des KJV. und an den AHB. „Kadimahk\ Liebe Bundesbrüder! Am gestrigen Abend hat wieder einmal eine Besprechung der KJV.er in Jerusalem seit meiner Anwesenheit die dritte — stattgefunden. Obwohl sie noch nicht zu Ende geführt weiden konnte — sie wird am 24. Jan. fortgesetzt werden — ist es vielleicht für Euch von Interesse, einiges über ihren Verlauf zu erfahren. Anwesend waren die Bundesbrüder: Gordon, Preuß, Reifenberg, Leo Rosenblüth, Fritz Wolff, Etienne "Bäsch, Smoira, Felix Rosenblüth, K'onn. Als Gäste nahmen an der Besprechung teil Dr. Sachs und die Blau-Weißen Hans Simon, Marienthal und Stern. — Danziger und Weinberg waren am Erscheinen verhindert. Wir behandelten zunächst die Angelegenheiten der Übersiedlung von Bundesbrüdern. Ich berichtete, daß S., in dessen Interesse wir hier Verhandlungen geführt haben, und ebenso H., den wir telegraphisch auf geordert hatten, sofort nach Jerusalem zu kommen, um sich um eine Abstellung zu bewerben, in den nächsten Tagen eintreffen werden. Nach Privaten Nachrichten werden W. und Os. im Frühjahr in Palästina erscheinen, um die Möglichkeiten der Ubersiedlung selbst zu prüfen. Ol. will ebenfalls kommen, trotzdem wir ihm mitgeteilt hatten, daß für einen Bakteriologen keine Aussichten bestehen. Die Bundesbrüder B. und St.. die w tihrem vierwöchentlichen Aufenthalt die Frage der Rentabilität einer r^i'i'ik für Iandwirtsehaftlche Maschinen geprüft haben, und zu ■ einem

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