Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1923)
- Date
- 1923-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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iA - Mitteilungen des Präsidiums verkannt würde, da3 durch diese Außenarbeii oft die innere Arbeit der Verbindung gestört würde. Einen guten Erfolg habe die FeÄsä^rbeit dargestellt, die dadurch bewerkstelligt würde, daß er die Naines >dkr Bundesbrüder, die in ähre Heimat gefahren seien, sammle und sie der Zentralstelle weitergebe. Auf diese Weise habe zum Beispiel der Keren il^Jessod in den vorigen Ferien wertvolle Kräfte bekommen. — Die sfloasSsge Keren Haiessod-Arbeit des Kartells könne man infolge der dauerndem ö«ld.entWertung zur Zeit nicht übersehen, es seien dieselben Zustände m& bemerken, wie sie überhaupt siel) bei der heutigen Keren Hajessod-ArlÄ zeigt. — Was die Vertretung an den Universitäten betrifft, so zeigte es sich, daß die Fragen der Studentenschaft andererseits zum Beispiel Iii ISerMa infolge Uebergangs zum Kauimannsberuf ein Mangel an reichs-äeistsdfeeaa immatrikulierten Bundesbrüdern zu verzeichnen sei, so daß eine wiffeariie Arbeit nicht möglich wäre. Im übrigen hätte die Arbeit im Smfem«ausschuß wenig praktische Bedeutung. — Zum letzten Punkt verlsns&ea Stein und Meyer energisch Revision des Standpunktes und Abhilfe. Hier ssd innerhalb der Studentenschaft heute die einzige Möglichkeit, unsera Standpunkt der Außenwelt gegenüber zu vertreten. Dies müsse aus sachliches politischen Gründen wahrgenommen wrerden, die Arbeit sei auch aus era&je&erisehen Gründen für unsere Buudesbrüder überaus nützlich und wlcfe^ Schließlich dürfe man die Vertretung nicht etwra dem KC. überlassen, bei dem sie schlecht aufgehoben sei, um erst einzugreifen, wenn es zu spai sei -und wir österreichische Zustände mit numerus clausus undähnlichen Einrichtungen hätten. Zur zionistischen Arbeit bemerkt Meyer noch. daO mm hier auf die Beamtenfrage sein Augenmerk richten müsse, e:n ücbiaL das auch-in die Arbeit des Berufsressorts falle. Wir müßten ferner me&epe Bundesbrüder, die zum Teil als Rechtsanwälte die Vertretung der Osmtäeu übernahmen, über alle Vorfälle und Bestimmungen orientieren, asd weitersie veranlassen, auf die Behörden Einfluß zu gewinnen. Auch misse man Beziehungen zu politischen Parteien, Gewerkschaften und Arbeltgeberverbänden ankünpfen. Er weist ferner auf die jüdische Presse hin, die von uns bis jetzt vollkommen vernachlässigt werde. Auf ÄETCCTig von Stein wird beschlossen, daß Philippsthal bei jeder AH.ieruisu fenxrolliert, wie es bei dem betreffenden Bundesbruder mit der Ableisisiug >&er Dienstpflicht steht, .und daß, soweit die Ableistung nach der AHieraug erfolgen soll, der Altherrenverbanct die systematische Kontrolle hlerÄezr übernehmen soll. 4. Es wird angeregt, den „J. St.4' in der Weise erscheinet] zw lassen, daß jedes Heft bestimmte Fragen behandeln soll, "ferner _so?l Wert auf Literaturbesprechungen gelegt werden. In der nächsten Prasidln-xassitziuig: wird Türkischer über das Unterri'chtsressot und den „J. St.-* beddhten. — Schluß 12 Uhr. Protokoll der Präsidiumssitzung vom 14, 4. 1923. Anwesend: Arthur Stein, Meyer, Bertram und Irwin Hskei, IPirilippsthal und Türkischer. Entschuldigt: Hirsch. Verreist: Michels. 1. Türkise h er berichtet über die Ausgestaltung des 1. St Es sei vor allen Dingen das Niveau des J. St. zu heben. Er macht dafür folgende Vorschläge: Es sollen bestimmte, spezielle Hefte erscheinen die sich geschlossen mit einem Thema zu befassen haben, z. B. Palästina-Arbeit, Antisemitismus, Erziehung. Der Vorteil liege darin, daß eine geschlossene Diskussion über ein bestimmtes Thema stattfinden könne, was .asch als iMaterial für 'Kurse eine gute Grundlage gebe. Es sei eben zweifelhaft, ob die Herausgabe des J. St. zu vorausbestimmten Zeitpunkten gai sei Vielleicht wäre es besser, jedesmal zu warten,, bis eine gute Nummer zusammengestellt sei. — Stein erklärt sich mit den geschlossenem Heiien einverstanden, jedoch soll vor der Zusammenstellung des einzelnen Heftes ein Austausch der Artikel zwischen den Bbr. Bbr.} die evtl. Antworten wollen, stattfinden. Als Ergänzimg für den J. St. könnte man in des Zwisdhenzei-