Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 2 (März 1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Briefwechsel Alte 'Herren-Gruppe -III Mk. 3000.— bis 6000.— Alle Herren ohne Vennösen Mk. 250.--; Akiive Mk. 250.— 4. Es wird eine Kartelltagsumlage erhoben in Höhe von Mk. l-OOti.—- für Alte .Herren, Mk. 150.— für Alte Herren ohne Vermögen und •Aktive. 5. Zur Sicherstclhmg des ...I. St." wird ein „J. St.-Fonds" gegründet, dessen Ausweis jeweils im „J. St/' erfolgt. •Der Kartelhag schloß mit einer Ansprache von Bbr. iBileski, in der er die Lehren zog, die das Kartell auch aus dieser unglückseligen Fusionsaffäre gewinnen müßte, und einer Ansprache .von Bundesbruder Arthur Stein, der Bundesbruder Bileski unter dem Beifall des Kartelltages lür die aufopferungsvolle Arbeit als Kartellpräside dankte. Bundesbruder Stein sprach die Hoffnung aus. daß die Streitigkeiten, die sich an die Fusion geknüpft hätten, als beendet angesehen werden könnten, und daß insbesondere die Bundesbrüder, die uns verlassen haben, wieder den Weg zu uns finden werden. Schließlich ermahnte Bundesbruder Stein die Bundesbruder. sich aus den endlosen Debatten zu positiven Leistungen zusammen zu i:;::.n. Nachstehend geben wir den Briefwechsel mit den in Frankfurt ausgetretenen Bundesbrüdern wieder. Frankfurt a. M.. den 1. 2. 2X An den a.o.K.T. des KJV. Berlin Liebe Freunde! Wenn wir Fuch bitten, den folgenden Ausführungen über die Zukunft des KJV. und die Notwendigkeiten der zionistischen Jugend einige Aufmerksamkeit zu widmen, trotzdem wir aus Eurem Bunde ausgeschieden sind und nicht wieder in ihn eintreten werden, so geschieht das weniger rm der Tatsache unserer bisherigen 'Mitarbeit im KJV, wegen, als 'deshalb, weil wir wissen, daß Ihr jede ernsthaft vorgetragene Meinung, die /.ioiiistischer Verantwortung entspringt, ebenso ernsthaft prüfen werdet, vor, welcher Seite sie auch immer kommt. Wir glauben, daß der KT. aus zionistischen Gründen zur Auflösung des K.IV. kommen muß. da wir glauben, daß der Weiterbestand des KJ'V. weder möglich, noch zionistisch erlaubt ist. 1. Baß der W eiterbestand des KJV. nicht mehr möglich ist, seheint uns v.'me Entwicklung bis zum a.o.K.T. und die Fusion selbst zu beweisen. Es gab schon vor dem KT. kaum zwei einigermaßen gute Verbindungen: die A eül riolge sanken rapid (vor allem, weil man für dieses KJV. nicht keilen konnte L ein geistiges oder politisches Leben innerhalb des KJV. gab es so* wie gar nicht, und der Eindruck eines großen Bundes konnte nur durch die Tatsache einer relativ großen Zahl (nur) organisatorisch erfaßter Menschen und dem gleichzeitigen Vorhandensein eines -im Präsidium konzentrierten Führerkreises, der im Grunde aber nur organisatorische Spitze war. einstehen. Das Präsidium täuschte sich durch die Zahl der organisatorisch 'erfaßten Mitglieder über deren Qualität, diese Mitglieder durch die Uaaiitüt der Führer über die Zahl solcher aufbauenden Kräfte im Kartell. Die katastrophale Lage des KJV. wurde auf dem Fusions-KT. deutlich. Denn die Fusion wurde ausdrücklich vom Kreis um Perl — uuaasge>prochen von der .Mehrheit des KT. aus der Ueberzeugung heraus beschlossen, daß dies die einzige Lebensmöglichkeit für das KJV. darstelle, .insofern kjrm zwar der Fusionsbesch:nß seinem Inhalte nach, nicht aber