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Der jüdische Student · 1923-03-01 · Heft 2 (März 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 2 (März 1923)
Date
1923-03-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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4£ Bericht über den a.-o. K.-T. Notwendigkeit hervor, mit dem Rosenkranz-Bund zu einer Einigung zu kommen. Franz Meyer, der sich in der Debatte dafür ausgesprochen hatte, die Jugendarbeit des Kartells in engster Verbindung mit der zionistischen Tätigkeit der Alten Herren zu halten, hatte in diesem Sinne zwei Antrüge gestellt, die ebenfalls angenommen wurden: 1. Das ..Vorläufige Präsidium des Altherrenverbandes" entsendet zwei Mitglieder in das Präsidium des Kartells. 2. Der K.-T. begrüßt die neuen Altherrenorganisationen und verlangt von ihnen, daß sie ihre Arbeit nicht lediglich als Erfüllung ihrer allgemeinen zionistischen Pflicht, sondern zugleich als ein mit der zionistischen Erziehung des Kartells verbindendes Moment betrachten. Auf Antrag von Bbr. Pciser wurde ferner beschlossen, das vorläufige Präsidium des Altherrenverbandes zu ermächtigen, nach Anhörung der BV. BV. vier Mitglieder der BV. in der Provinz in das Präsidium zu kooptieren. Es wurde ferner einstimmig ein Antrag von Bbr. P e i s e r angenommen, durch den das Präsidium beauftragt wird, den Versuch zu unternehmen, zu einer Verständigung mit dem Erich-Rosenkranz-Bund zu kommen. Die auf dem K.-T. anwesende}] Delegierten der BV. BV. wählten in das vorläufige Präsidium des Ahherrenverbandes folgende Bundesbrüder: Felix Rosenblütih als Vorsitzenden, ferner Martin Ascher. Martin ti c r z o g, Walter K a t s c h k c , Heinz L e v i n s o h n , Ernst P i n ihm, Arthur Stein. Siegbert Stein. Siegbert \\ ■ o 1 f f, Hans Z a m o r y. Uhr. Martin Ascher hat die Wahl in das Altherrenpräsidium abgeleimt. Das vorläufige Altherrcnpräsidium hat sich am 15. Ecbruar 1923 konstituiert und Bbr. Siegbert Stein zum stellv. Vorsitzenden gewählt. Die Erledigung der technischen Arbeiten und der Korrespondenz wurde für Berlin Bbr. K a t s c h k e , für das Reich Bbr. Martin Herzog übertragen. In das Präsidium wurden als Delegierte des Altherrenpräsidiums die Bundesbrüder Siegbert Stein und Martin Herzog nominiert. — Den Bezirksverbänden werden demnächst Vorschläge für die Wahl der vier auswärtigen Bundesbrüder in das Altherren-Präsidium zugehen. Von einer eigenen Finanzwirtschaft hat das Alt-Herren-Präsidium vorläufig, d. h. bis zur endgültigen Regelung, dieser Frage durch den nächsten Alt-Herren- und Kartelltag unter der Voraussetzung abgesehen, daß die Unkosten der Arbeit des Alt-Herren-Präsidiums bis dahin vom Kartellpräsidium getragen werden. Eerner hat sich das vorläufige Alt'heiren-Präsidium veranlaßt gesehen, bei der Wichtigkeit der Aufgabe, die Berliner Alten-Herren neu zu organisieren, auch diese Arbeit einzuleiten. Soweit unser Bericht. Es bleibt noch übrig, auseinander zu setzen, was die Autonomie der Altherrenschaft für uns bedeutet und wie wir uns die neue Arbeit der Altherrenschaft denken. Sie bedeutet für uns, daß der Alte Herr nicht oder nicht nur durch seine . inneren Beziehungen zur Kartellkorporation im Kartell gehalten wird, sondern gehalten wird durch eine efVene Altherrenorganisation, mit deren Mitgliedern er sich menschlich verbunden fühlt, und deren Aufsicht über seine zionistische Tätigkeit er sich willig unterwirft. Das bedeutet nicht eine Loslösung der Beziehungen d( s einzelnen Alten Herren zu seiner Korporation. Diese soll organisatorisch und ideell so bestehen bleiben wie bisher. Wir glauben aber, daß nur eine Alt Ii er renschaft. die wieder eigene Leistungen aufweisen kann, sich ihre Snlhmg im Kartell zurückerobern kann. Wir glauben, daß es bitter not wendig ist. der Ahherreuschafi neues Leben einzuflößen, denn immer mehr wurde der Prozeß der Loslösung nicht nur vom Kartell, sondern :)uch' vom zionistischen Leben sichtbar. Durch engeres Zusammenfassen der Alien Herren in den .Bezirksverbänden, für deren Leistung ausschließlich sie selbst verantwortlich sind, hoffen wir. die Alten Herren wieder m-u-reinander bundesbruderlich zu verbinden und sie in ihrer Gesamtheit wieder zionistisch wertvoll zu machen.

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