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Der jüdische Student · 1923-01-01 · Heft 1 (Januar 1923) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
20 (1923)
Issue
Heft 1 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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27 Situation erörtert, und insbesondere die Frage einer Vertag im'4 der Fusion ausführlich besprochen wurde, einschloß man* sich dazu, irnrz der nunmehr cmgciretenen schwierigen Situation die rorderun.vc. den Präsiden vom KJV. aufzustellen, iaüen i\\ lassen, und beriet über die neue Bc.se;zung des Fus:onsprii>:di:ms. Na eh Wiedereröffnung des Karteihags begründete Bruno Perl in einer längeren Rede, warum die Fusion nicht verschoben werden dürfte, und bemuhte sich die inneren Schwierigkeiten, in denen sieh der Blau - Weiß befand, dem Kant-Ilms klarzumachen. Leo R o s e n b 1 ü t h wies daraufhin, da die Ereigrisse, die mit Recht die Gemüter erregt hätten, in der Struktur des B.au-W e;ß gelegen seien, imd daß gerade diese mit ein Grund für die Fusion überhaupt gewesen seien. Fr war 'der Lebcrzcugimg, daß eine Vertagung der Fusion die .Möglichkeiten einer Fusion überhaupt in Fräse stelle und das Kartei! in eine äußerst schwierige Siu:a:.«>n bringen würde. Danziser trat für eine Vertagung ein und stellte einen Vertagnngsantrag. Der Antrag wurde gegen ganz wenige Srim- 'men abgelehnt. Dann wurde zur W a h 1 des P r ä s i d u m s geschritten. Sigmar G-insberg schlus namens der Personalkommission vor, daß seitens des KJV. in das neue Präsidium zu entsenden seien: Herbert F ö r d e r , Königsberg, F* r i t z L ö w e n s t e i n , Bruno Perl. F e ii _\ Rose n b 1 ü t h . Leo R o s e n b I ü t h , Hermann \\ eil. Die Yorscschkisencn wurden teilweise einstimmig, teilweise Se^en einige Stimmen gewühlt. Daun wurde mitgeteilt, daß der B lan- Y\ e i u i n d a s Präs i d i u in d e i e s i e r i iiabe: .Vi a n i n B a n d - mann. Breslau, Werner Bioch, Benno Cohn, Hans K a u f m a n n . Walter M o s e s und G e o r s S t r a u ß-. Als Ersatz m i't gl i e d e r des Präsidiums wurden vom KJV. Bjrtram F i s Ii e r, vom Blau-W eili Heinz N a s 1 e r bestimmt. Nunmehr erschienen die Blau-Weißen und es wurde eine kurze semeinsame feierliche Taunus abgehalten, in der namens des KJV. Bruno Perl, namens des Bk:u-\\ eiß Werner Bloch sprachen. Mit dem Gesang der Hatikwah schloß die Feier. Die Stellung * der Alten Herren im Kartell. Referat auf dem Altherrentag, erstattet von Sigmar Ginsbers, Königsberg. Die Frage, ob d i e Alten Herren in das Kartell einzuordnen sind, muß ebenso der Alten Herren wegen wie des K a r t e i i s wegen bejaht werden. Doch können sich. -die Alten Herren nur einordnen, wenn sie in ihrer grundsätzlichen Einstellung 'zur Korporation, in der sie arbeiten und leben, und zum Kartell im ganzen eine ganz bestimmte Haltung einnehmen, die ich versuchen will, im folgenden zu umreißen. Diese grundsätzliche Einstellung muß anders sein, als die vor dem Kriege. Das Kartell hat sich in dreifacher Beziehung geändert. Die Tatsache der Entwicklung des Zionismus, der aus einer reinen prinzipiell-agitatorischen Bewegung zu einer real-aufbaueuden geworden ist. erfordert auch eine Umgestaltung unseres Kartellebens. Stärksten Ausdruck im Kartell findet diese Tatsache in der Ablehnung der siudemischdentsc'nen Form. Konnte vor dem Krieg die Verbir.iang als Surrogat des Staates -erscheinen und die nationale Gebundenheit in irgendeiner vorhandenen Art zur ges:allsten Form werden, so mußte heute die Bewegung zum Volk und nach .Palästina auch dem Kartell eine andere Form aufdrücken. Außerdem waren wir vor dem Krieg die erste Generation assimilierter Zionisten im Westen, während heute ilie Tatsachcrdaß eine zweite Generation -innerhalb des Zionismus herangewachsen ist, eine neue Situation des Kartells schafft. Ausdruck hierfür in der Form des Kartells

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