Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 20 (1923)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Aufhebung: der Fusion zwischen KJV. und 13!au-Weiß basis zu folgen. Ms muß hier noch folgendes tatsächliche nachgetragen Vierden. Die führenden Menschen des Biau-Weiß gingen in ihren Behauptungen nicht nur soweit, daß sie die Aufhebung des Gesetzes von P r u n n, für uns eine conditio sine qua non für jegliches Zusammenarbeiten, bestritten, sie stellten vielmehr auch die bindende Gültigkeit des in gemeinsamer Arbeit zustande gekommenen Fusionsabkommens in Frage. Mit einem Worte, es stellte sich heraus, daß man es in dem Blau-Weiß mit einem v c r h a n d 1 u'n g s u n f ä h i g e n Partner zu tun hatte, für den Abmachungen nicht denselben bindenden Charakter tragen wie für uns. Es handelt sich hier nicht, wie man glauben könnte, um den Vorwurf einer mala fides, eines bewußten Xiclitetnha!tens von Verträgen. Vielmehr Dringt es die besondere, oft schon gezeigte .Mentalität des Blau-Weiß mit zwingender Notwendigkeit mit sich, daß sie (auch ihre führenden Menschen) zu bestimmten intellektuellen Entscheidungen kein Verhältnis haben. Die Haltung veranlaßte sie zunächst einmal die der eigentlichen Fusion vorausgehenden Verhandlungen in einer geradezu unverständlichen Weise zu unterschätzen. Für uns gaben die Beschlüsse, die die Art und Weise der Fusion regeln sollten, das Ergebnis langer und ernster geistiger Auseinandersetzungen, erst die unzweifelhafte Pia::; rm für eine gemeinsame Arbeit. Sie hielten alle«* dieses unbedeu: >u:n *i..r das .,!.*.'-en", t:r.d gerade jene fauche Bewertung diese; \\-rabre ,'.ur. .tet:. für u \> ler Form ee wordene Niederschlag eilt es er:>:en geistige!;!\i .gcas tm.I eines bestimmten Woüens, für sie letzten Endes etwas U eben! rissige*, jedenfalls Zufälliges, sie nicht Bindendes, mußte sie allzu leicht d.i/.u verleiten, nicht in der bestimmten Weise zu ihren Worten zu stehen, wie wir es, immer von uns gewohnt, von ihnen fordern mußten. Und es zeigte sich, daß jener von uns in unserer Kritik des öfteren, ausgesprochene Vorwurf einer mangelnden politischen Durchbildung und Erziehung nur allzu berechtigt war. Die F u s i*o n ist nicht gescheitert an i n n e r e n U nm ö g 1 i c h k e i t e n, nicht daran, daß das Heterogene u n s er e r und ihrer Menschen ein Z u s a m m e n k o m m e n verhindert hätte, sondern weil eine wirkliche V e r s t ä n d ig u n g s m ö g 1 i c h k e i t mit dem B 1 a u - W e iß bis heute n o c h nicht möglich ist. Von einer gemeinsamen Willensbildung, die man uns gegenüber betonte — in unserem demokratisch organisierten Bunde :d s 5 e Ibs t v e rs t ä n d J i ehk ei r ge w all rl ei stet -- kann bei ihnen abso'u; keine I^ede sein. Vielmehr war es so, daß ein verständliches Expansionsge:ühl einiger wenigen keiner Verantwortung unterworfener Führer den Wunsch naen jener Vereinigung mit dem KJV. entstellen ließ, daß man über alle Bedenken hinweg zu einem erfolgreichen Ergebnis kommen wollte und die ..Armee* iuneriieh fast völlig unvorbereitet den neuen Weg führte. Nachträgliche Schwierigkeiten, "die bei einemderartigen Vorgehen naturgemäß nicht ausbleiben konnten, ließen dann eben wieder dieselben wenigen Führer einen Rückzug antreten, dem das Heer nur notgedrungen aus einem selbstverständlichen Treuegefühl. nicht aus eiger'ein Wollen heraus, folgte. Ein nur einigermaßen politisch durchgebildeter Blau-Weiß hätte die Fusion nach einer grundsätzlichen Klärung der gegenseitigen Differenz punkte in einer vielleicht etwas anderen Form durchgeführt. \ber er hätte die Fushm, eine zionistische Notwendigkeit, auch ernsthaft und dauernd ge.. >!it und mein nach noch nicht einem Monat abgelöst wissen wollen . >ti emei Arbeitsgemeinschaft, vielle-cfot einer anderen Möglichkeit des / .•-.•.rnmeuarbeitens. aber jedenfalls keiner Fusion. Fassen wir zusammen: Die in dem Memorandum v««rge;/!ag jtic besang durftet! wir nicht aunehateu ans jenen aufge.: -1.-.:-a 1 ■ t.e-r . •' :;"u:- den. wir konnten sie nicht annehmen, wejl es mögl iv.be r.veNe \ .-'u Ii :dgültiges festgesetzt hätte, sondern weil man in kurzer Zelt mit a-.::..a Forderungen versucht hätte, immer mehr die Blau-Wetß-IJe logA-. 1. \-n > ".ms abgelehnte Buudesidcologie auch dem neuer« Bit" Je 11 :*.:en. F)aza kommt noch elti weiterer de danke, der tut» zw;;::.:, voa d .; V-.;.-,;: Notwendigkeit der Aufhebung der Fusion. Geb::;ach /u mach.::, lila A :s-