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Der jüdische Student · 1922-10-01 · Heft 8 (Oktober 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 8 (Oktober 1922)
Date
1922-10-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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Zur Werbearbeit 27.y und Heidelberg aufsuchen, bereits in ihren Hclmatsorten erfaß: worden s.nd. Ui,:«eie naupiuaigktit wird in Zukunft in all den Städtern Hegen, die größere Judengemeinden heben, wie Berlin. Hamburg, Breslau, Frankfurt a. M.. Königsberg. Leipzig. München. Xf:!n usw. Wir wollen dort die Hinrichtung des Jüdischen Sprechsanls treffen, so wie es In Berlin Swiioii zum Teil mit Lrioig gemacht wird. Nach Feststellung der Adressen der jüdischen Schüler am One. ladet der Frsr.chargiertc mit ungefähr folgcndem Aufruf die in Frage kommenden Leute ein: Der Jüdische Sprcchsal. Berlin, Datum des Poststempels. Die seelische Situation, in der heute der deutsche Jude und besonders der hinge jüdische Mensch lebt, ist eine sehr komplizierte. Das Auftauchen der verschiedensten neuen geist'gen Strömunsen und Kräfte einerseits, aber auch das Wiedererstarken bereits totgeglaubter bedanken andererseits, ist das hervorragendste Merkmal unserer jetzigen Zeit. — Ist im Allgemeinen die Auseinandesetzung mit all diesen geistigen Mächten für einen jeden schon eine schwere Pflicht, so stellt sie dem deutschenjüdischen .Menschen noch besondere Aufgaben. Er steht in der deutschen Umwelt, materiell wie auch ideell an Ihr interessiert ur.d durch enge Bande mit ihr verknüpft. Auf der anderen Seite aber "st ihr eigenes jüdisches Leben im Werden, und die Aufgabe, die dem Judentum der (»egenwart gestellt ist, vermag durch ihre Lröße und Tragweite auf jeden zu wirken. Wir glauben, dal* In diesem Augenblick der Indische Sprechsaal, zu dem wir Sie hierdurch einladen, einem inneren Bedürfnis der jüdischen Jugend Berlins entspricht. Hier wollen wir alle Kräfte und Strümungen auf uns wirken lassen und zu ihnen mit der ganzen Wahrhaftigkeit Stellung nehmen, die einer Jugend geziemt. Wir hoffen, Sie bei uns zu begrüßen Der jüdische Sorechsaal. Der Autruf kann sich, auch an solche Außenstehende wenden, d:e Vertreter der verschiedensten Richtungen sind. Hin Bundesbruder hält dann einen Vertrag über irgendein Thema, daß in, wenn auch nur losem Zusammenhang mit .jüdischen Fragen stehen kann und begründet unsere Stellungnahme, als KJV.cr oder Zionisten. In -Berlin fanden bisher gut besuchte Veranstaltungen mit folgenden Themen statt: „Spengler: Dei Untergang des Abendlandes" und „Antisemitismus". Die Berliner Bundesbrüder waren mit dem Erfolg ganz zufrieden. Die Schüler kamen gern hin und immer wieder kann man die Beobachtung irachen, daß es eine unerwartet große Anzahl von jungen Leuten gibt, die noch ganz unberührt von jüdischen Fragen sind. Nach dem Vortrag gab die Diskussion reichlich Ce!egenheil. I'n unserm Sinne auf die Debatte zu wirken. Wir können bei exakter Beschaffung der Listen und bei intensiver Bearbeitung unserer Kel'füxe die Zahl unserer Neu. ufnahmeu trotz der geringen Anzahl an Studenten und trotz der ungünstigen äußeren wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschi md auf durchsein Klick .: > p'o Jahr erhöhen, wobei man a's Bedingung aufstellen muß. daß nur gee:gne'e Leute von den Konventen zugelassen werden. Wenn uns entgegengehalten wird, daß von den 90 Neuaufnahmen .?n ja bereits Zionisten waren, so ist die Bezeichnung Zionlst hier mit Vorbehalt zu gebrauchen. ..Zionist" und KJV.cr In unserem Sinne ist ganz etwas anderes, und es Ist durchaus ein Werbeerfolg, wenn es uns gelingt, diese Leute, die vielleicht einmal Puber oder Hc.litscher gelesen haben, in unsere Karteliarbeit als Bandesbrüder einzuspannen. W ir bemühen uns vom Präsidium aus. für die zukünftige Arbeit Werbebroschüren neu zu drucken, um es zu ermöglichen aiie jadischen Schüler Deutschlands mit zionistischen Fragen wenigstens in Berührung zu bringen. Aufgabe der Bundesbrüder in den einzelnen Verblr; In:: gen. wird es se'n, unsere Leute so zu .r;\ .hcn. daß s'j In der Lage sl:: J. ^el>:'g gut fundiert unsere Ideen. v:."eitsteht:: Jen gegenüber zu vertreten.

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