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Der jüdische Student · 1922-08-01 · Heft 7 (August 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 7 (August 1922)
Date
1922-08-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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23U Die nächsten Aufgaben des Kartells bindung mit Palästina zeigen müsse. Wenn man sich bewußt ist, daß mit diesem Ziel die Berufsfrage in unmittelbarem Zusammenhang steht, und daß für deren Lösung die stärksten Möglichkeiten für Generationen gegeben sind, die schon in früher Jugend zionistisch beeinflußt sind, so führt von hier aus — wie auch von anderen Gesichtspunkten —eine notwendige gedankliche Verbindung zu der Erkenntnis, daß Jugendarbeit als eigene Aufgabe des KJV. zu betrachten ist. Hierüber hatte auch schon früher Klarheit bestanden. Aber man war doch allmählich von der ursprünglichen Vorstellung, daß Arbeit im B 1 a u - W e i ß spezifische KJV.-Arbeit sei und daß Blau-Weiß und KJV. organisch zusammengehörten, zu einer scharfen organisatorischen Trennung gekommen. Noch in Hannover blieb freilich, trotz starker Besorgnisse, die dort schon geäußert wurden, die in der letzten Zeit beobachtete Auffassung bestehen, daß die organisatorische Scheidung vorübergehend sein und von der notwendigen ideellen und und der aus dieser sich ergebenden, auch äußeren Einheitlichkeit überwunden werden würde.. Diese Erwartung kann heute nicht mehr aufrecht erhalten werden. Der Bundestag des Blau-Weiß hat gezeigt, daß zunächst mit einer völlig selbständigen Entwicklung des Blau-Weiß gerechnet werden muß. Der in diesem Heft veröffentlichte Bericht und der offene Brief des Präsidiums an den Blau-Weiß zeigen, daß diese Entwicklung nicht nur — was nicht entscheidend wäre — innerlich und äußerlich vom KJV. wegführt, sondern daß sie auch den Zielen einer zionistische^ Jugendbewegung nicht mehr gerecht werden kann. Damit ist gesagt, daß das 'KJV., wenn es Jugendarbeit für eine wesentliche zionistische Aufgabe hält, für die es sich verantwortlich fühlt, sich nicht mehr, wie bisher, mit der vom Blau-Weiß zu leistenden Arbeit begnügen kann. Wir haben die Pflicht, die zionistische Jugendarbeit selbst indie HanÜ zu nehmen. Die Dringlichkeit dieser Aufgabe duldet kein längeres Zögern,«kein längeres Abwarten von Entwicklungen, die sich endgültig als fehlgeschlagen erwiesen haben. Die Jugendarbeit, die von uns zu leisten ist, muß dazu führen, daß ihre Ergebnisse in die Erziehungsziele und Methoden des KJV. einmünden. Wenn wir von der Richtigkeit unserer Meinung über Jugendarbeit überzeugt sind, so dürfen, wir nicht wieder zu einer äußeren Trennung, zur Schaffung eines neuen Arbeitsgebietes kommen, das außerhalb des eigenen Lebens des Kartells erledigt wird; sondern wir müssen dtese Arbeit und ihre Träger ganz unmittelbar in das Leben des Kartells hineinziehen, an ihm teilnehmen lassen. Das wird eine Reihe von wesentlichen Umgestaltungen im Aufbau des Kartells notwendig: machen. Ueber die vielen

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