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Der jüdische Student · 1922-06-01 · Heft 6 (Juni 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 6 (Juni 1922)
Date
1922-06-01
Page
[Seite] (sequence 34)
Language
German
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214!an K.lY_r-!ü.*np die enzelnen Verbindungsbibliotheken besitzen. Bundesbrüder, die über sonstiges Material verfügen, werden dringend gebeten, es zur Verfügung zu-stellen. Die Zusendung der Hefte und Verzeichnisse muß bis spätestens SchiesttTSchiuß erfolgt sein. Rudolf Q o 1t s c h a 1 k. Ein KJVer-Kamp. Schon seit langer Zeit dachten wir daran, dem Beispiele holländischer Zionistischer Studenten folgend, auch einmal bei uns ein mchrwöchentliches Campleben zu versuchen. — Unsere holländischen Freunde haben diese Einrichtung von den englischen Boy-Scouts (Pfadfinder) übernommen. Der Camp ist ein Feldlager, das die Jungen Menschen sich einrichten, im eine Zeitlang ganz auf sich selbst gestellt, Körper und Geist zu üben. Das Ziel ist also von dem der deutschen Wanderbiinde prinzipiell nicht verschieden, nur in der Methode bestehen bedeutende Unterschiede. Das Campleben ist nämlich (wie die Boy-Scouts überhaupt) nach militärischem Muster organisiert, mit militärischen Formen und strikter Unterordnung. Zwischen militärischen Jugendorganisationen (Deutsche Pfadfinder) und Boyscouts bestehen aber wesentliche Unterschiede. (Siehe darüber die „Blau-Weiß Blättert Führerzeitung. Jriirg. 31, Heft 6/7 v. 11. 12.) Die Zm ist angefüllt mit Arbeiten, körperlichen Uebungen, Spielen. Bisse Form des Gemeinschaftslebens wollen wir auch für uns KJVer fruchtbar machen. Denn das Campleben scheint uns vorzüsääeh geeignet, um uns in unserer Erziehungs-Arbeit an uns seilst weiterzubringen, indem es uns Arbeit und Vergnügen, Mihe und Erholung zugleich sein kann. Vor allem wird es, wenn es gelingt, eine zionistische Tat sein. Wir denken uns die Ausführung so. In einer für möglichst viele Verbiidungen gut erreichbaren schönen Gegend mit Wald und Wasser mindestens eine halbe Stunde vom nächsten Ort entfernt, ridiieri wir unser Lager ein. Als Quartier kommen Scheunen. Baracken oder Zellen in Betracht. Ein erfahrener Hundcsbrudir ist als Lagerkommandant für Quartier und Ver- Erlegung vc;ai!*\v;>nlieh. Beides muß von solcher Qualität sein, dal' der Knr?e; zu seinem Recht kommt. Daß wir trotzdem seihst kochet, ist selbstverständlich, wie überhaupt die Erziehung zur Selbsthilfe zum Programm der Camp gehört. — Abgesehen von ,1er unbedingt notwendieen Einordnung des Einzelnen unter das Gesetz des Camp soll er aber in seiner sonstigen Zekchtcihmg frei sein. Wer also der Ruhe und Ausspannung bellii r^g ist. soll beides 'genießen und sich Kraft Ht v. ekeiv S:m-:<rerarheit holen. Für die anderen aber sollen

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