Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1922)
- Date
- 1922-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/3537599-3537768-3537774--5707-3543828- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
L i. *5 c r K erteil l a g v-"" -t <.)-:.<. .*Kw Li?': m;s Man.ier .>cm Jas is| der < inmuto-i seiner X. r_,:u:^ji. :eev>. <;;mte Ijmü: die l.hskussion zenlieiU. ■ L- r.vn.i das. v. er Bernde weiß oder Meiosen hai. Wahrend d.z ..r-cdi n Meyers'* mehrere Bande ihrer kleinen \-^rmischten Schriften zum hrmgem 'deinen sich die Reihen der Delegierten bedenklich. Die Ai.r^sixr^cr. noeli von der langen Fahrt ermüdet, sind eingeschlafen, der rviniicrvisi vertreibt sich die Zeit durch das beliebte Kästchenspiel. Arthur Sieh beM Keil-Akren: da wir:; das ermattende Interesse wieder ernnor- * ,.:<:vn ' - e? iVmver.: iio 1 d Ii e i in und L e i e w ei. III. Lauscht er schmerzenüüt und düster Bangem M i 11erna cht s ge ilüster Sehnsuchtsvoll am frischen Grab." * (Hölderlin, Lied der Freundschaft.) Holtheim selbst war nicht gekommen und ließ durch Emst Meyer ein Reirrar verlesen, dessen Inhalt war: Individualität und Persönlichkeit. Sigmund Freud — nein Gerhard Holdheim beherrscht den psychoanalytischen Apparat meistjiiich. (Kinder, verdrängt nicht!) Wir klettern auf dij Hohen mitteleuropäischer Kultur: von Finstein (es nützt ja doch nictits) bis zu Steinach (tut nicht so juug, wenn ihr's nicht seid). Vermißt wurde noch Indische Baukunst und liölderlin's Frühgedichte ( s. oben). Vie'ks klang uns berechtigt an Holdhcims Worten (die, das sei allen gesagt die sich zu Richtern über ihn machen, von starker Liebe zum Kartell getragen waren) — viele Mängel die er zeigte, fühlten und fühlen wir audk Wer von uns hätte nicht den Wunsch, seine Individualität frei bilden zu können? Wer wünschte nicht jeden Sonntag seinen Goethe im KopEv und wer würde nicht gerne* über seinen Waschtisch schreiben: Morgenstunde hat Steian George im Munde? Aber da steht schon hinter uns der gräulich mit N.-F.-Büchsen klappernde YValt:r Frhardt, da warten die tausend mießen Keilfüxe, die bearbeitet sein wollen, da harit der Kercnhajessod. der Moses Rath, da fragt das ganze jüdische Volk und warte — auf uns. Darum geiduldet Euch noch ein wenig. Meister Goeshe und Stefan George, und wartet auch ihr auf ruhigere Stunden, und gemach, du, mein Jakob Wassermann, wenn dtt einen Literaten siehst, sag", wir lassen grüßen, aber wir hätten augenblicklich keine Zeit, denn die Zeit ist ernst und braucht Männer und das KJV. will seine Mitglieder zu Männern erziehen — diesen ersten Satz unseres Programms hat heute eine junge Generation begriffen. Sie weiß, daß die Bäniigimg der Individualität ein schweres, für den Juden vielleicht das schwerste Opier ist, aber sie will es bringen, weil heute oder nie mehr das Schicksal unseres Volkes in unsere Hand gegeben ist. Das war die Antwort des jungen KJV. auf den Brief Holdheims und die ekstatischen Angriffe Leiewers. das klang aus dem prachtvollen Erziehungsreferat 1. e o R o s e n b I ü t h , dem der Kartelltag begeistert zustimmte, Der in Saffian gebundene Problematiker und sein Gegenpart: der Ewig- Harmlose im Schillerkragen oder Sporthemd mögen als Einzele rschei n n n g e n ihren Platz im KJV. haben, unser Typ aber soll sein: der erkennende und bewußt handelnde Mann. IV. „In das Herz der Bundesbrüder Säuselt noch sein Geist hernieder; Lebet wohl, vergeßt mein nicht!" Hölderlin. a.a.O. S-iii man noch mehr von den Debatten erzählen? Von Salli 11 i r * c k s Kartellreminiszenzen aus dem Jahre 500 vor Christus, wo schon A.il. Esra einen Antrag gegen die Mischehe gesteht hat, soll man beriCtc;! über die musterhafte Leitung durch Robert Katz. die