Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1922)
- Date
- 1922-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ISO Das Karielhagssporiiest Grundsatz bewährt hat. zeigte sich, als man in Hannover nach den gerade gesammelten Erfahrungen jenen Beschluß aufrecht erhielt. Das Sportfest war sehr geeignet, um unsere Fortschritte im Sport abzuschauen. Wenn man auch feststellen muß. daß der Sport in Verbindungen Eingang gefunden hat, in denen es bisher sehr vernachlässigt wurde, kmn man sich des Vorwurfs wieder nicht enthalten, daß in dieser 'Hinsicht uoeh lange nicht genügend getan wird und verschiedene Verbindungen in unverständlicher Ablehnung sich immer noch sehr reserviert verhalten. Ein offiziell angesetzter Turn- oder Sportabend heißt bei uns nur selten eine wirklich besuchte, geschweige denn gelungene Veranstaltung. He meisten Bundesbrüder machen Gründe des Zeitmangels oder des körperlich Ung:-eignetseins geltend, um sich um die unangenehme sportliche Veranstaltung zu drücken. Die Folgen waren auch leicht zu bemerken, denn erstens ließ die Beteiligasg sehr zu wünschen übrig — von ungefähr 300 Kartelltagsbesuchera nahmen nur 60 am Sportfest aktiv teil — und zweitens standen die Leistungen auf einer sehr mittleren Höhe. Es ist mir ohne weiteres klar, dal wir unsere Leistungen mit eigenen Maßstäben messen müssen, und es muß daher doch dazu gesagt werden, daß einige Wettbewerbe besser ausfielen als auf unseren bisherigen Sportfesten; jedoch dürfen wir hier unser wenn auch fernes Ziel nicht aus den Augen lassen, achtbare Leistungen zu erzielen. Wie immer bei uns. fanden auch diesmal die Mannschaftskämpfe den größten Anklang und gaben dem Fest sein Gepräge. So tat es mir doppelt leid, daß ich die Schwedenstaffel aus Zeitgründen ausfallen lassen mußte. Woran es allen unsern Bundesbrüdern noch besonders inangelt, ist das Verhalten auf dem Sportplatz, auch dies durch Verständnislosigkeit, bedingt sowohl von seiten der Teilnehmer wie der Zuhauer. Für diese z. B. müßte es selbstverständlich sein, daß man bei einem Rennen nicht über die Bahn geört und die Läufer dadurch stört. Auf der anderen Seite will ich nur hervorheben: so erfreulich es auch war. noch zuletzt die Zahl der teilnehmenden Bundesbrüder durch Nachmeldungen zu erhöhen, sollten die Betreffenden doch wissen, daß es zur sportlichen Disziplin gehört, rechtzeitig b%- zum Meldungsschluß seine Nennung abzugeben. Solche Verstöße und Nachlässigkeiten sind übrigens schon in der allgemeinen Erziehung abzustellen. Trefiz aller Vorwürfe und meiner allerdings rein sachlichen Kritik muß ich das Sportfest -doch als gelungen bezeichnen, und ich hatte nachher das Gefühl, &aß alle anwesenden Bundesbrüder den Eindruck empfangen hatten, wir könaren uns durch Spiel und Sport näherkommen, und daß sehr viele sshen. wie sehr wir die Möglichkeiten der gemeinsamen sportlichen Betätigung in unserem Sinne verwerten können. Nachfolgend die Ergebnisse: A. E i n z e 1 k ä m p f e. 1(10 m Mailauf: 1. Gurt Simon II. VJSt. Hatikwah Würzburg; 2. May, VJSs. Jordania Frankfurt: 3. Satranicz, VJSt. Bikurah Hannover. 100 m Stallau: für Alte Herren: 1. Salli Levi. VJSt. Saronia und Jordania Frankfurt: 2. Perl, VJSt. Maccabaea und Ruder-VJSt. Ivria Berlin; 3. Leo Rosenblüth, VJSt. Maccabaea Berlin. Hochsprang: L und 2. Hellermann, Sport-VJSt. Berlin. Bäsch. VJSt. Bikurah Hannover. 1.55 m: 3. Schwartz. VJSt. Kadimah Hamburg, 1,50 m. KugelsioCen: 1. Frust Simon II. VJSt. Hatikwah Würzburg, 9.70 m; 2. Fritz Fü^ei, Ruder-VJSt. Ivria Berlin. i\50 m: 3. Marx, VJSt. Kadimah Bonn, m. 1500 m Malhufen: 1. Philippsthal, Sport-VJSt. Berlin; 2. Agulnik. VJSt, Jo:.:aüia München: 3. Ruschin. Sport-VJSt. Berlin. \\ eiiM':.:'ig: 1. Schwarz. VJm. Kadunah Hainburg. 5,15 m: 2. ernst Si- .: iL VJSt. Hatikw all Würzburg. 5,10 : 3. Bäsch. VJSt. Bikurah!~L..: ■ v-r. in.