Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1922)
- Date
- 1922-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus den Verbindungen und Bezirksverbänden. Aus den Verbinduigen u. Bezirksverbänden. VjSt, Hasmonaea Berlin femesterbericht für das Wintersemester 1921/22). Die Lage zu beginn des Semesters war folgende: Die Keilarbeit hatte während des Sommers (Apsi-Juli 1921) gut funktioniert, so daß eine verhältnismäßig große Anzahl junger Füxe vorhanden war. Doch war es größtenteils nicht gelungen, sie richtig in die Verbindung hineinzuziehen. Während der Ferien war ein gröfbr Teil der älteren Bundesbrüder verreist und es war den Ferien-C.C. unmöglich, die jüngeren Bundesbrüder irgendwie zusammenzuhalten. So sah sich Jer Antrittskonvent einer Menge ziemlich uninteressierter Bimdesbrüder gegenüber. Ein Vorschlag, Arbeitsgruppen zu bilden, um so jeden Bundesbruder tsnzeln für Zionismus und KJV. zu interessieren, wurde — hauptsächlich dinsh Inaktive und Alte Herren — abgelehnt. Der Konvent besetzte die Chargau Felix Samuely x, Walter Bnsk xx. Keil wart: Erich Hannach, Kassenwart: Heinz Meyer, Hebr. Spraxhwart: Süßmann, Muntner, Sportwart: Bruno Kochmann, Fuxenstunde t: Bruno Kochmann, Fuxenstunde II: Max Kurz, KJV.-Fuxenstunde: Artur 5«inemeld. Es war die Hauptaufgabe desC.C, einen Weg zu finden, um den Zusammenhalt zwischen den Bundesirüdern wiederherzustellen und zugleich die vollkommen minderwertigen Kmntnisse zu heben. Man war sich darüber klar, daß weder Kurse noch rein gesellige Veranstaltungen hier durchschlagend helfen konnten. Darum wurden Diskussionsabende eingerichtet, in denen zuerst KJV.-Fragen und Fragen der persönlichen Stellungnahme im Zionismus, weiter Fragen aligenein zionistischer Natur, und schließlich aktuelle Tagesfragen (wie z. B. Anberfrage) behandelt werden. Diese Diskussionsabende haben ihr Ziel volauf erreicht. — Nebenher ging ein ausgezeichneter Knrs von Krojanktn über die zionistische Entwicklungsgeschichte. Das Thema war mit Rücksicht darauf gewählt worden, daß das Hauptkontingent der Hasmonasa aus zweitsemestrigen Füxen bestand, die im Sommer keine richtige Fusmstunde gehabt Jiatten und auch jetzt nur Geschichtsfuxenstunde erhielten. Man konnte im Semester deutich zwei Teile unterscheiden; vor und nach der Erstchargiertentagung. "'hi ersten Teil herrschte ein ziemliches Tohuwabohu, von irgendeiner Eiiireitlichkeit innerhalb der Verbindung konnte keine Rede sein. Von den Weihnachtsferien ab dagegen hatte sich eine Grundlage gebildet, so daß dk Verbindung ais einigermaßen konsolidiert anzusehen war. Die Keilarbeit ging einigermaßen allerdings gelan c es nicht, an Assimilanten heranzukommen. Wir haien 12 Aktivmeldu 'gen. davon wurdert 9 aufgenommen. Hebräisch wurde ziemlich unzureichend gelehrt. '. T. nur in zweistündigen Privatkursen, doch besteh die Hoffnung, dar im Sommer auch das Hebräischlernen ordentlich klajpen wird. Am Schuß des Semesters feierten wir unser 20. Stiftungsfest. Der Schlußkonvent \ eließ die Chargen für die Ferien wie im Winter. Kassenwart wurde Mord, chai Kahn, Keilwart Walter Brock. Von Ende Mifcz ab war es nicht meh; möglich, ganz geregelten Betrieb durchzuführen, ia nur 11 aktive Bundesbi i'der in Berlin waren und diese fast sämtlich mi Außenarbeit stark beschau.'*t waren. (Die älteren Bundesbrüder machten brav Keren Hajessodbesuche, die jüngeren arbeiteten im Bureau des KS und NF.) So konnte auch die Keilarbeit erst Ende April wieder aufgeiommen werden. Trotzdem haben sich bereits 5 Aktivmcldtingen eingestelt Im ganzen war das Semester befriedigend; die Verbindung ist soweit konsolidiert, daß gut weiter gearbeitet werden kann. Per so. n a 1 i a: Aktiv wurden: Alexander irlamm. Engen Dickstein, Harry Kochmann, Samuel Frommer, Salomon ^ill. Kurt Fisr.-.r. Frnst Halitzky, Samuel Schilensky. Hermann Davidowisch.