Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 19 (1922)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1922)
- Date
- 1922-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Anträge an den Kartelltag 133 Unterrichtskommission iür den Kartelltag, aber nur für die Daier ilirer Tätigkeit in ihrer Verbindung. Bei ihrem Ausscheiden treten von der Verbindung bestimmte Bundesbrüder an ihre Stella Antrag des VJSt. Hatikwah-Leipzig. 24. Um aLlen Bundesbrüdern einen besseren Ueberblick über dieLage des Kartells zu ermöglichen, erachte es der Karteiltag für notwendig daß in den «im JSt. veröffentlichten Verbindungsberichten mehr als b&ier eine eingehende Darlegung der inneren Lage der Verbindungen gegeien wird, insbesondere über die die Verbindungen während dere Bericmszeit bewegenden Fragen und die daran sich ergebenden Gruppierungen ausführlich berichtet wird. Der Kartelltag stellt fest, daß außerdem Minderheiten in den Verbindungen berechtigt sind, ihrerseits einen Bericht im JSx. zu veröffentlichen. Antrag der VJSt. Kadimah-Bonn. 25. Der Karteiltag hält eine Reform des „Jüdischen Studenten"*für notwendig. Die eine Kritik enthaltenden Aufsätze sind auf das unbedingt erforderliche Maß zu beschränken. Der Inhalt des größten Teiles der Beiträge soll a) auf die Bunfesbrüder erzieherisch wirken; b) die Bundesbrüder zum Studium der jüdischen Geschichte und Literatur, der Palästinakunde und der jüdischen unl zionistischen Gegenwartsfragen anregen; c) Dinge behandeln, für die smst keine Möglichkeit der Orientierung besteht. Der Inhalt der Aufsätze hat alles zu berücksichtigen, was zur Entwicklung der zionistischen Persönlichkeit der Bundesbrüder erforderlich ist und muß über den durch Judsrtum und Zionismus gegebenen Rahmen weit hinausgehen. Antrag der VJSt.-Berlhi. 26. Der Kartelltag möge beschließen, daß an jedem Ort, an weMiem eine Korporation besteht, ein Ausschuß von Alten Herren geschaffen wird, die das Verhältnis der Alten Herren zur Verbindung unter Berücksichtigung sonstiger zionistischer Beteiligung revidieren. Antrag der VJSt. Ivria-Freiburg. 27. Alte Herren, welche mit ihren Keren Haiessod-ZeichnungeB'bzw. Zahlungen nachweislich säumig sind, worüber eine Kommission von Mten Herren zu entscheiden hat, sind aus dem Kartell zu dimittieren. Antrag des BV. Sachsen-Thüringen. 28. Resolution Loebenstein: Die 'Tagung des BV. Sarfisen-Thüringen ist der Ansicht, daß diejenigen Alten Herren, die ihre zionistische Pflicht, insbesondere dem Keren Hajessod' gegenüber, dauern! vernachlässigen, aus dem Kartell augeschlossen werden müssen. Zu diesem Zweck hält der BV.-Tag die Resolution der Bonner Verbindung für notwendig und erwartet vom Kartelltag einen diesbezüglichen Beschluß. Antrag der VJSt. Hatikwah-Leipzig. 29. Das Nichtzahlen des Keren Hajessod-Bertrages ist mit der Zugehörigkeit zum KJV. unvereinbar. Das vom Präsdium zu wählende Keren Hajessod-Ressort kontrolliert gemeinsam mit den von den -VerbWtingen zu wählenden Keren Hajessod-Warten die Durchführung dieser Bestimmung. Bundesbrüder ohne Vermögen sind zur Zahlung des Mindestbeirages verpflichtet. Antrag der VJSt. Hasinonaea-Breslau. 30. Jede Verbindung ist verpflichtet, eine Summe an den Keian Haiessod abzuführen, welche der Zahl und den persönlichen Verhältnissea der Bundesbrüder entspricht, die nicht berufstätig sind und über ein ien Bestimmungen der allgemeinen Maasser-Ordnung für Deutschland um:rliegendes Einkommen nicht verfügen.' Antrag der VJSt. Hasmonaea-Gießen. 31. Das Präsidium wolle eine Keren Hajessod-Zentrale erricäten, wohin jede Kartellverbindung die eingezahlten Keren-Hajessod-Beitr^e mit Anführung der Namen der zahlenden Bundesbrüder abzuführen tal