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Der jüdische Student · 1922-05-01 · Heft 5 (Mai 1922) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 5 (Mai 1922)
Date
1922-05-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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131 Antrage an den Kartelltag. Antrag der VJSt. Maccabaea. Berlin. 1. Der Kartelltag billigt die Arbeit, die das Präsidium arider Grundlage der Leipziger Kartelltagsbeschlüsse geleistet hat. Der Kartrlltag verlangt die Fortführung dieser Arbeit. Er sieht sie in folgenden Thesen: 1. Ziel der KJV.-Erziehung ist der menschlich und jüdisch durchgebildete Zionist, dessen gesamtes Leben von der Arbeit für da* jüdische Volk beherrscht wird. II. Höchstes Ziel der KJV.-Erziehung ist die Uebersieilung nach Palästina. Die Erziehung hat vom ersten Tage an den KJV.tr zur Erfüllung dieser Aufgabe zu erziehen. - Vor allem ist die Berufswahl und Berufsausbildung in den Dienst der Aufgabe zu stellen. - III. Die Erlernung der hebräischen Sprache ist Pflicht jedes KJV.ers. Kenntnis unserer nationalen Sprache, Wissen von jüdischer Vergangenheit und Gegenwart ist eine Voraussetzung für die Möglichkeit fruchtbarer jüdischer Arbeit. IV. Aktive Betätigung im jüdischen Leben, vor allem ander zionistichen Arbeit ist von jedem KJV.er zu verlangen. Antrag des Ruder VJSt. Ivria-Berlin. 2. Das Kartell dankt dem Präsidium für die geleistete Arbeit. Antrag der VJSt. Saronia und Jqrdania-Frankfurt. 3. Der Konvent der Saronia und Jordania spricht dem ^Präsidium für die Arbeit des vergangenen Kartelljahres seinen Dank und sein Vertrauen aus. Antrag der bisherigen Gruppe Karlsruhe. 4. Die bisherige Gruppe Karlsruhe bittet als VJSt. „rtBawodah"-Karlsruhe anerkannt zu werden. Antrag der VJSt. Hasmonaea-Breslau. 5. Die Befugnisse der Ueberweisungsressorts beschränken sich lediglich auf Vorschläge, welche das Ressort den einzelnen Bundesbrüdern macht; ein Zwang zur Durchführung der Vorschläge wird nicht ausgeübt. Antrag des Ruder VJSt. Ivria-Berlin. 6. Der R. VJSt. Ivria tritt entschieden für den Beschluß des Präsidiums vom 20. 9. 21 betr. Ueberweisungen der Bundesbrüder ein. Gegen einen Bundesbruder, der ohne Genehmigung des Ueberweisungssessorts an eine Universität geht, wird vom Präsidium ein Ehrenrat beantragt mit dem Antrag auf Entfernung des Bundesbruders aus dem Kartell und! stellt den Antrag auf Erweiterung des Präsidialin einen Kartelltagshcschluß. Antrag Haawodah-Karlsruhe. 7. Der Kartelltag wolle beschließen: Das technische Beniisressort liegt in den Händen eines Technikers oder praktischen Chemikern Bei den Arbeiten des Präsidiums ist in allen Ressorts auf die Techniker die ihnen gebührende Rücksicht zu nehmen, und in Ausbildung zu tecteiischen Berufen befindliche Bundesbrüder sind, als im Einklang stehend mit der Berufsumschichtungsiorderung des Kartells^ nach Kräften zu fördern. Antrag der VJSt. Hasmonaea-Gießen. 8. Das Präsidium wird beauftragt, die Möglichkeit, an ckn östlichen Universitäten zionistische Verbindungen nach dem Muster des OV. einzurichten, zu studieren und die Ergebnisse den Verbindungen baldnöglichst mitzuteilen. Anträge der VJSt. Hasmonaea-Breslau. 9. Am Abschluß des ersten Semesters haben sich die Bmd'esbrüder einer Prüfung zu unterziehen, in der sie sich über die elementarsten Kenntnisse der Geschichte des jüdischen Volkes, sowie den Grundziigen der Geographie von Palästina und der uligemeinen wirtschaftlichen, politiichen und kulturellen Lage des jüdischen Volkes auszuweisen haben. 10. Zum Burschei.examen halien die Bundes!:rüder vsr Ablesung der mündlichen Prüfung nach Wahl eine Arbeit oder einen Vorsrag zu erstatten,

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