Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1922-04-01 · Heft 4 (April 1922) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
19 (1922)
Issue
Heft 4 (April 1922)
Date
1922-04-01
Page
[Seite] (sequence 50)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3537599-3537768-3537772--5578-3543697
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

48 schrittsfreudigen Ideen des Sozialismus gegründet sein maiß. Und so richten sie ihren Appell an alle jüdischen Sozialisten, die ihre Kräfte jetzt im unfruchtbaren Kampf für die sie ablehnenden an* deren„ Völker aufreiben und opfern. Die Probleme liegen klar. Pernerstorffer hat sie in seinem Artikel „Zur Juden/frage" erkannt, wenn er ihn mit den Worten schließt: „Die Zeit nach dem Kriege wird große Aufgaben bringen, der Menschheit neue Ideen geben und wohl auch neue Wege weisen. Der Gedanke der Organisation wird mächtiger als je zuvor werden. Er wird auch zielführend für das Judentum werden. Es ist sein letzter weltgeschichtlicher Augenblick für die Erlangung einer bleibenden nationalen Existenz. Es heißt nunmehr nicht bloß, sie zu wünschen, sondern, sie vorzubereiten/' BRIEFE AUS PALÄSTINA.*) Daganiah. Was ist das für ein wunderbares Stück Erde hier, und es gehört wirklich uns. Dicht bei einander liegen die Farmen,. Dörfer, Kwuzoth. Wenn man auf dem Berge steht in Poriah, sieht man dicht Dagania, Kinereth, Bethania, dann weiter Melhamia, Jemma, Beth Gan und wie es alles heißt, Felder und Pflanzungen, und durch die weite Ebene der Jordan, der gründlich-blaue reißende' Strom, und in den Bergen der weite Spiegel des Kinereth, im Hintergrund der schneebedeckte Gipfel des Hermon. Daganiah. Es ist ganz wunderbar, was die Leute hier in zehn Jahren geschaffen haben. Die Farm selbst: neue, praktische und schöne saubere Gebäude.. Ein wunderbarer Garten, Zypressen und Palmen, Pflanzungen, ein Wald von .Eukalypthus. Wirklich reich ist alles. Und dann die Leute: fast alles Menschen, die lange hier arbeiten, von einer Sicherheit, einer Ruhe und Freundlichkeit, die ich sonst nur selten gefunden habe. Merchawiah ist viel größer angelegt, viel reicher gebaut, und macht doch keinen organischen, so reichen Eindruck. Obgleich es auch dort viel, viel Schönes gibt. *> Der 1. und 2. Brief sind abgedruckt aus „Blau-Weiß-Blätter", Heft 4/5 und 6/7 des II. Jahrganges.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.