Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 18 (1921)
- Issue
- Heft 5 (September 1921)
- Date
- 1921-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte 235 bader Kongreß. Er hielt nicht das obligate Referat. Aus dem Gefühl heraus, daß man vor Bundesbrüdern anders sprechen kann als in großer Versammlung, gab er eine unumwundene, von persönlichstem Erleben getragene Schilderung. Er gab insbesondere ein lebendiges Bild von der Tätigkeit der Ausschüsse, vor allem des Permanenzausschusses, von dem Treiben auf den Couloirs, von der Wichtigkeit der Personalfragen, . von lauter Dingen, die wir nicht in der Rundschau und in den Protokollen zu lesen bekommen. Mit sichtlicher Spannung wurden Epsteins Ausführungen von den Bundesbrüdern aufgenommen. Als Vertreter des Rechtsrheinischen Bezirksverbandes der Alten Herren nahm Walter Fischer-Elberfeld an der Veranstaltung teil; er gab bekannt, daß demnächst eine Bezirksverbandstagung stattfinden werde. Michalowski Gruppe jüdischer Studenten im K. J. V. Gießen. Bericht über das Sommersemester 1921. In Gießen befanden sich im Sommer 1921: A. H. A. H. Dr. Smoira, Dr. Fürth.i I. a. B. I. a. B. Rotholz, Schramm,* Plonsker, Haas, Rosner. A. B. A. B. Dubrowitsch, Münzner, Schechter, Julius Katz, Koch. F. F. Markowitsch, Hirschowitz, Goldberg, Bechmoaresch. Aktivmeldungen: Aron Feller-Kowno, Hans Goldschmidt-Niederweisel, beide stud. med. im 1. Semester. Dimittiert: Markowitsch. Inaktiviert: Dubrowitsch. Der Antrittskonvent chargierte Rosner (*) und Münzner (**). — Das Semester litt unter der Berufs- bzw. Examensarbeit sämtlicher A. H. A. H. und I.a.B. I.a.B., der meisten A. B. A. B. und sogar eines Teils der F. F. Das Kartell hat uns leider wieder im Stich gelassen. Wie nützlich es wäre, daß arbeitsfähige Bundesbrüder herkämen, sieht jeder Außenstehende schon daran, daß wir mit unseren kümmerlichen Arbeitskräften dafür sorgen konnten, daß die Z. O. G. Gießen eine recht stattliche Anzahl Schekelzahler und die höchste Prozentzahl Kongreß- Wähler aufweist. — Dank der eifrigen Arbeit der meisten und des guten bundesbrüderlichen Verhältnisses war auch das Verbindungssemester den Umständen nach ganz leidlich. Unsere regelmäßigen Wochenveranstaltungen waren: 1. a) ein Turnabend; b) einmal Schwimmen; 2. a) zwei Stunden Tendenz für die Füxe bei Bbr. Haas; b) für einige Bundesbrüder ein hebräischer Kurs im Rahmen der Ortsgruppe, xür dessen liebenswürdige Übernahme wir Frau Smoira auch an dieser Stelle herzlichst danken; 3. der gesellige Freitagabend bei Bundesbrüdern. — Ferner gab Bbr. Rosner einige Stunden K. J. V.-Geschichte. Von den Burschen wurden in der Verbindung zwei Vorträge gehalten, über den israelitiscnen Prophetismus und über die Pharisäer. Mehrere Abende verbrachten wir in der Ortsgruppe und bei andern jüdischen Veranstaltungen. In der Ortsgruppe und in der Verbindung wurden wir von A. H. Smoira wiederholt über die zionistische Lage informiert. Der Erfolg der bereits eingeleiteten Keren Hajessod-Aktion unter den Nichtzionisten wird ebenso wie der Erfolg des Semesters überhaupt davon abhängen, wieviel neue Kräfte sich uns aus dem Kartell auf unsere oft genug wiederholte Bitte zur Verfügung stellen werden. Ferienchargierter: Dubrowitsch, Bleichstr. 8. Mit bundesbrüderlichem Gruß Rosner* t V. J. St. „Saronia", Frankfurt. Semesterbericht (Sommer 1921). Infolge Arbeitsüberlastung des * war bald nach Semesterbeginn ein Chargenwechsel nötig. Die Chargen wurden endgültig besetzt mit: Sali Hey m ann * Alfred Wiener Felix M e 1 a ***