Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 18 (1921)
- Issue
- Heft 3 (April 1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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Vom Berufs-Ressort 117 '1. Auerbach: Über Ausbildungs-j Berufs- und Existenzfragen. 2. Per Iis: Über Darlehnskässe und Arbeitsnachweis. Wir würden es mit großer Freude begrüßen, wenn zu derselben Zeit auch vielleicht einige Bundesbrüder, die sowieso die Absicht haben, vorübergehend nach Palästina zu kommen, sich so einrichten würden, daß sie zu dieser Zeit hier anwesend sein könnten, da auf diese Weise die lebendige Berichterstattung an Euch, sowie der überhaupt von uns gewünschte enge Konnex zwischen Euch und uns am besten hergestellt und gewahrt werden könnte. Wfr bitten Euch daher, in diesem Sinne sofort die dortigen Bundesbrüder zu orientieren und uns mitzuzuteilen, wen wir erwarten "können. Wir bemerken noch, daß wir beschlossen haben, jetzt regelmäßig jeden zweiten Sonnabend in Form eines Stammtisches hier in Haifa zusammenzukommen. Fernerhin bitten wir Euch, dort bekannt zu geben, daß alle nach Palästina fahrenden Bundesbrüder sich, in Jaffa an Theodor Z lo zi s ti, Jaffa-Tel Awiw, in Haifa an P e r 1 i s (The Palestine Co. Hiram Ltd. P. C. B. 4) wenden sollen, bei denen sie auch das gesamte Adressenmaterial aller im Lande lebenden Bundesbrüder vorfinden. Ein weiteres Eingehen auf Eure letzten Schreiben wegen Berufsfragen usw. wollen wir bis nach der ersten Zusammenkunft verschieben, da wir, wie oben ausgeführt, erst unter uns selbst hier einen Austausch der gesammelten Erfahrungen und eine Klärung dieser Fragen herbeiführen wollen. - - Ein hebräisches Protokoll der am 26. Februar stattgefundenen Sitzung geht Euch gleichzeitig auch noch zu. Mit herzlichem Gruß Euer gez. Perlis Adresse: Haifa P. B. 0.4 Vom Berufs-Ressort Juristen in Palästina Dr. . R-tippin . schreibt aus Jerusalem vom 11. Februar wie folgt an Fritz Löwenstein: „Daß deutsche Juristen in absehbarer Zeit in größer Zahl hier Verwendung finden, halte ich für ausgeschlossen. In die Regierungsstellen werden sie in den nächsten Jahren nur sehr schwer hineinkommen und in der Zionistischen Organisation der privaten Gesellschaften wird die Zahl der Stellen, für welche deutsche Juristen in Frage kommen, nur sehr beschränkt sein. Jedenfalls ist es meines Erachtens nicht praktisch, wenn jemand Jurisprudenz studiert in der Hoffnung, diese Kenntnisse später in Palästina zu verwerten. Wenn aber jemand bereits das juristische Studium beendet hat, so wird seine Chance, hier eine Existenz zu finden, sich dadurch vergrößern, wenn er eine Zeitlang in kaufmännischen * Firmen oder Kommerz- und Hypothekenbanken, evtl. auch in Konsum- und Kreditgenossenschaften arbeitet." Ingenieure in Palästina Dr. Ruppin, aus Jerusalem schreibt vom 11. Februar wie folgt: -„Für Ingenieure aller Zweige und Architekten wird es in Palästina viel Arbeit geben, wenn einmal die Zionistische Organisation über den jetzigen; Geldmangel hinwegkommt und wirklich mit großen Arbeiten im Lande beginnt. Wann dieser Zeitpunkt eintritt, kann ich leider nicht voraussagen.'r