Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 18 (1921)
- Issue
- Heft 3 (April 1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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100 Hebräischer Unterricht — Geschichtsunterricht c) Zionismus und Imperialismus; Weltsch: Judentum und Nationalismus; d) Antisemitismus; Blumenfeld: Artikel aus den „zionistischen Betrachtungen"; Aehad Haam: Autonome Provinzen. ■ e) Assimilation; Achad Haam: Nachahmung und Assimilation; Ruppin: Juden der Gegenwart, I.Teil. > f) Liberalismus; Hermann Cohen: Deutschtum und Judentum; Buber: Zion, Staat und die Menschheit. g) Orthodoxie; Hugo Bergmann: Kiddusch haschem; J. Breuer: Judenproblem. h) Individualitätsproblem; Emil Cohn: Probleme im modernen Judentum; Blumenfeld: Judentum und Rationalismus aus den „Zionistischen Betrachtungen". i) Parteien; Holdheim-Preuß-Anhang; Neue jüdische Monatshefte;1 Parteien im deutschen Judentum. Laufende Lektüre der Jüdischen Rundschau. Die Kenntnis dieser Schriften gilt als Mindestmaß und ist bis zum Examen unbedingt zu verlangen. Bei größeren Lücken in der Lektüre dieser "Schriften und bei mangelnder Reife des zu Prüfenden darf eine Zulassung zum Burschenexamen nicht erfolgen. Hebräischer Unterricht 1. Dem Unterrichts-Ressort ist für Zwecke des hebräischen Unterrichtes Bundesbruder Samburski zu attachieren. Seine Aufgaben sind vor allem: a) Beschaffung von Lehrern für alle Kartellorte; b) Anweisungen und Ratschläge für Lehrbücher und Lehrmethoden usw. ' 2. Das Hebräischlernen ist, entsprechend früheren Kartelltagsentschlüssen, vom zweiten Semester bis zur Inaktivierung obligatorisch. Die Inaktivierung ohne hebräisches Inaktivierungsexamen ist ungültig. Zu verlangen ist, Verständnis eines mittelschweren Bibeltextes und eines leichten unpunktierten Textes. Einzelheiten wird Samburski feststellen, 3. Hebräisch ist in mindestens vier Unterrichtsstunden mit entsprechender häuslicher Arbeit zu unterrichten. Jede Korporation ernennt einen Vertrauensmann, der mit Samburski in Konnex bleiben muß. Geschichtsunterricht Nach eingehender Prüfung ist die Geschichtskommission in ihrer Mehrheit zu der Ansicht gekommen, daß der Geschichtsunterricht mit unserer klassischen Geschichte zu beginnen ist, auf die überhaupt der Nachdruck zu legen ist. Sie ist am geeignetsten, um den jungen Bundesbrüdern die nationale Bedeutung jüdischer Geschichte klarzumachen, sie Isf an und für sich auch die bedeutendste und für die ganze weitere Entwicklung des jüdischen Volkes und der Welt entscheidend. Als Führer kann Welhausen: Israelitische und jüdische Geschichte (5. Auflage, 1904) am besten-dienen. Daneben ist Kenntnis der Quellen (z. B< Bücher Samuel,