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Der jüdische Student · 1921-04-01 · Heft 3 (April 1921) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
18 (1921)
Issue
Heft 3 (April 1921)
Date
1921-04-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Es wird deswegen alles "darauf ankommen, daß der begonnene Versuch gelingt, dem politischen'Gedanken im.ILeben des Kartells Ausdruck zu geben. Deswegen bemühen wir uns, dem ein> zelnen K.XV.er Gelegenheit zu geben,, sich iihmer mehr -per-, sörilich mit dem beginnenden Leben der nationalen Gemeinschaft zu verbinden^ am besten die Arbeitsleistung , seines Lettens unmittelbar in den Dienst der nationalen Gemeinschaft zu^stellen; .SO' versuchen wir, der dringenden politischen Forderung-zu geV nügen, die verlangt, daß die Kraft der nationalen Gemeinschaft verdichtet wird, indeni ihr der ganze, wirkliche Gehalt individuellen Lebens zugeführt wird. Es handelt sich. hierbei'nicht nur darum, reih äußerlich wichiige politische.Positionen mit geeigneten, zuverlässigen Menschen zu besetzen, sondern um den Nachweis; daß der nationale Gedanke sich jetzt aus einer Konstruktion in eine formende, Lebensstoff gestaltende Wirklichkeit verwandelt. Aus demselben Grundgedanken verlangen wir, daß die politische Arbeit in ganz anderem Maße als bisher eine nicht nur anerkannte, sondern auch auszuführende, das Leben des Kartells Charakterisierende Pflicht wird. Die Teilnahme der Verbindungen an den Arbeiten der Organisation auf der einen Seite, die Arbeit .der einzelnen, insbesondere der Alten Herren auf der anderen, sollen die Ausführung dieser Verpflichtung bringen; Wir werden uns" mit allem Nachdruck um diese Arbeitsgebiete bemühen müssen. Bei jeder Arbeit, die im einzelnen vielleicht auf einem mechanischen, kleinliehen Gebiet liegen mag, muß der ernsterverpflichtende, unerfüllte Charakter der politischen Forderung die Grundlage: bilden. Gelingt es uns, durch ständige Arbeit diese Vorstellung! hervorzurufen, so werden wir den Nachweis erbringen/ daß -die Existenz des K. J.V. berechtigt und notwendig ist. In diesem Sinne: reden wir von der Politisierung des Kartells und bezeichnen sie als inhaltsvolle Aufgabe, die das. Kartell" allen -seinen Gliedern stellt. Kommen wir ihrer Lösung näher, soT wird sich von selbst ergeben, daß ein politisch interessierter Kreis entsteht, der zu politischen Fragen Stellung nimmt. Es ist ja nicht gut möglich, daß politische Arbeit geleistet, und gleichzeitig die. Verpflichtung übernommen wird, über Grundlagen oder "Ziele der Arbeit keine Meinung zu haben. Wir werden-mehr als frühen im Kartell politische Dikussionen haben.' Divise aber werden befreit seih von vielen Zufälligkeiten, die bei den. im engsten Sinne politischen, für die* eigentliche politische.-Arbeit geschaffenen Oganisationen leicht eintreten. Dort muß jedes Wort und .jede Handlung gerichtet sein auf einen unmittelbaren politischen Effekt — es muß jemand gewählt, ein Beschluß von unmittelbar"1 praktischer Bedeutung muß gefaßt werden. Bei uns wird: die Sorge' um die unmittelbare Wirkung sich weniger bemerkbar machen, die Bildung von Anschauungen wird sich mit mehr Distanz vollziehen. Das wird, (neben'manchen Nächteilen) den Vorteil-haben, daß hier ein mit einer gewissen Selbständigkeit urteilendes politisches^

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