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Der jüdische Student · 1920-06-01 · Heft 3 (Juni 1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 3 (Juni 1920)
Date
1920-06-01
Page
[Seite] (sequence 49)
Language
German
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Berichte der Verbindungen }6l Abschluß unserer Tätigkeit im letzten Winter bildete eine Keilveranstaltung, die durch Form und Inhalt eine so überraschend gute Wirkung zeigte, daß wir sie den Verbänden zur Nachahmung empfehlen möchten. Wir hatten 20 Gymnasiasten und junge Studenten in ein gutes hiesiges Hotel (Württemberger Hof) zum Tee eingeladen und die Münchener und Würzburger Bundesbrüder gebeten, die Versammlung möglichst zahlreich zu beschicken. Von Würzburg geschah dies in anerkennenswerter Weise, während die Münchener Chargierten die Sache anscheinend nicht für wichtig genug hielten und nicht weiter beachteten. Trotzdem kamen aus privatem Interesse die Bbr. Bbr. W e i n d 1 i n g und Leven aus München, so daß wir für die 20 Keilfüxe genau 20 Bundesbrüder zur Bearbeitung hatten. Die Bbr. Bbr. Lorch und T h a 1 m a n n hielten je ein kurzes, aber ausgezeichnet wirkendes Referat über Inhalt und Form des K. J. V. A. H. Ludwig Mayer sang jüdische Lieder, Bbr. P1 o u s k e r las aus Alfred Kerrs „Jerusalem" vor und zum Schluß wurde gemeinsam die Hatikwah gesungen. Durch geschickte Placierung an kleinen Tischen war ausreichend Gelegenheit zur persönlichen Bearbeitung der jungen Leute gegeben, so daß wir hoffen, bei einigermaßen guter Keilarbeit der Verbindungen eine ganze Reihe der Keilfüxe zu gewinnen. Dr. Th. K a t z Frommannstraße 19 Aufruf Die Not der einwandernden Ostjuden ist übergroß geworden. Der plötzliche Preissturz führt zu Massenentlassungen. Die zuerst Betroffenen sind die Ausländer, darunter viele Ostjuden, die zusammen mit den neu zuwandernden polnischen Militärflüchtlingen in Massen unsere Arbeitsämter aufsuchen. Warum wir sie nicht nach Polen zurückschicken können, weiß jeder von Euch. Die üblichen Mittel der Arbeitsvermittlung versagen gegenüber der schlechten Lage des Arbeitsmarktes. Massenunterbringungen in der Landwirtschaft sind zurzeit unmöglich, da die Frühjahrsbestellung vorüber ist und die Ernte noch nicht eingesetzt hat. Wir dürfen unsere ostjüdischen Brüder nicht verhungern lassen! Schon Unterbringung Einzelner kann helfen. Darum: Juristen, Medianer, Zahnärzte, nützt Eure Beziehungen bei Unternehmern aus! Forscht nach Einstellungsmöglichkeiten! Meldet jede freie Stelle jeder Berufsart dem Jüdischen Arbeif samt, Berlin, Monbijouplatz f

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