Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 3 (Juni 1920)
- Date
- 1920-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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160 Berichte der Verbindungen V. 3m St. Hatikwah, Würzburg. Der am 3. Mai stattgefundene Antrittskonvent besetzte die Chargen folgendermaßen: cand. med. Raffael Rotholz * stud. med. Amsdorf ** stud. ehem. Bamberg er ***. Näherer Bericht folgt. Postsachen bitte an meine Adresse senden zu wollen. Raffael Rotholz V- J. St. Ivpia, Freiburcj. Auf dem Antrittskonvent vom 27. 4. erfolgte folgende Besetzung des C. C.: Paul N a t h a n * und F. M. Scherek** G u m p e 1 *** S. W. Max G u m p e 1 *** V. J- St. Bar Kochba, Köln. Der Antrittskonvent besetzte die Chargen wie folgt: Alfred Meier, cand. med.* Max Isaak, cand. med. ** Arnold Cohn, stud. rer. pol. *** K. J. V. Gruppe Bf akkabae?, Rostock i. M. Am 6. Mai 1920 fand unser Antrittskonvent statt. Unsere Korona besteht aus sieben Mann und zwar: A. H. M. H e r r m a n n i. a. B. R. G i n s b e r g a. B. Fritz Bieber a. B. Georg Rech elmann a. B. Philippsthal a. B. Albert Levy F. Berg er. Wir werden versuchen, neue Bundesbrüder zu bekommen. Bbr. i. a. B. G i n s b e r g wird einen Kurs über „Zionismus als Bewegung" halten. Wir werden vor allem hebräisch arbeiten und Sport treiben. Gewählt wurden : a. B. Albert *L e v y * a. B. Fritz Bieber ** i. a. B. Richard Ginsberg F. M. Fritz Bieber ** Bezirksverband Nürnberg. Bei der Gründung unseres B. V. hatten die in Nürnberg ansässigen Alten Herren sich das Ziel gesetzt, das in Bayern nachzuholen, was seit Jahren versäumt wurde : nämlich das K. J. V. und damit den Zionismus unter der bayerischen jüdischen Jugend heimisch zu machen. Unsere Münchener Verbindung, lange Zeit die einzige in Bayern, krankte stets daran, daß sie nicht imstande war, ein eigenes Leben zu führen und stets auf vorübergehende Unterstützung aus Berlin angewiesen war, so * daß Arbeit und Verbindungsleben stets an einer gewissen Labilität litten ohne die unbedingt nötige Stetigkeit. Unsere junge Würzburger Verbindung drohte denselben Weg zu gehen. Der Grund hierfür lag an dem vollkommenen Fehlen von Nachwuchs aus der bayerischen jüdischen Bevölkerung und dem daraus folgenden Mangel an wirklich einflußreichen alten Herren in nennenswerter Zahl, die gewillt und imstande wäreri, den Verbindungen den nötigen Rückhalt zu. geben. Das gute Beispiel der rheinischen Bundesbrüder und der glückliche Umstand, daß in Nürnberg rasch hintereinander sich fünf Bundesbrüder ansässig machten, bradite uns auf den richtigen Weg, und es ist uns in verhältnismäßig kurzer Zeit gelungen, den steinigen bayerisch-jüdischen: Boden so weit zu bearbeiten, daß Zionismus" undNaftöhäljudentüm iri der "Nürnberger jüdischen Jugend bereits eine bedeutende Rolle spielen. Gewissermaßen den