Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1920)
- Date
- 1920-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
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62 Berichte der Verbindungen BERICHTE DER VERBINDUNGEN V J. St* Berlin. Nach den Vorgängen auf dem Convent vom« 12. Januar (Austritt einer Reihe von Bundesbrüdern) war eine Neubesetzung der Chargen notwendig. Auf dem Convent vom 13. Januar wurden gewählt: Richard Abramczyk* Simon Nathan ** F. M. Jermy R o s e n b a u m *** S. W„ Turnwart und Kassenwart: Arthur Urbach, Keilwart: Erich Schweiger» Fuxenunterricht erteilt Abramczyk, Geschichtskurs: Nathan. Ehrenrichter : Kirschner, Abramczyk, Nathan. Kassenkommission: Qoldberg, Schwarz, Noher. V. J. St. Hasmotiaea, Berlin. Der Convent der Hasmonaea hat für das Wintersemester folgenden C. C. gewählt: Kurt Wittkowsky, Schöneberg, Nymphenburgerstr. 4 * Ernst Wreszinsky, Charlottenburg, Leibnizstr. 5 ** Alfred Kahane, Eisenacherstr. 70 *** als Kassenwart: Walter C z a p s k i, Oranienburgerstr. 16. Sport-V. J. St. Berlin. Auf unserem Schlußkonvent am 17. 12» wurde für das Wintersemester folgender C. C. gewählt: Curt Friedländer* bei Wolfsdorf, Nachodstr. 7 Irvin Fischer ** bei Berliner, Clausewitzstr. 2 Felix H e i 1 b o r n *** Leibnizstr. 47. Alle Zuschriften bitte an Curt Friedländer zu senden V J. St. Kadi mäh, Bonn. Am vergangenen Herbst-Zwisehen- Semester nahmen 27 Aktive und 8 Inaktive teil. Wir verzeichneten nur eine N eu-Aufnahme: med. vet. Fritz Cohen aus Calcar (Niederrhein). Die Zahl war nicht höher, weil keine Keilfüxe vorhanden waren. Der Rheno-Silesia ging es hierin nicht besser. Ihr Zuwachs bestand aus einem Fuxen, auf den wir bereits vor zwei Semestern verzichtet hatten. Das Verbindungsleben konnte sich nicht voll entfalten, weil unheimlich viele Bundesbrüder in Examensarbeit standen. Wir konnten endlich wieder einen regelmäßigen Tum- und Schwimmbetrieb eröffnen. Außerdem veranstalteten wir verschiedene längere und kürzere Ausflüge. Die Ausbildung der Füxe lag in den Händen von Landauer (Tendenz), Thalheimer (F. M.), Bodenheimer (PalästinaKunde) und Weiler ^Geschichte des Zionismus). Für die gesamte Aktivitas bestand ein zionistisches Seminar. Mit den Bundesbrüdern vom „Bar-Kochba" (Com) kamen wir mehrmals zusammen, u. a. auf einer gemeinsamen Kneipe. Am zionistischen Leben der Ortsgruppe nahmen wir regen Anteil; insbesondere stellten wir die Redner zu einem zionistischen Einführungskurs. Der erfreulichste Punkt des Semesters ist unser Hauskauf. Wir haben zu mäßigem Preis ein hübsches* Haus mit einem großen Garten erworben. Dank des großzügigen Entgegenkommens unserer Alten Herren gelang es uns, das heute so schwierige Problem der Einrichtung zu überwinden. Allerdings richten wir vo> läufig nur ein Stockwerk für uns ein. Hier werden wir auch dem „Blau-Weiß" und den kleineren Veranstaltungen der Ortsgruppe Unterkunft gewähren. Eine ausführlichere Schilderung sei einer späteren Zeit vorbehalten. Unser Januar-Antrittskonvent wird bereits in unserer gesicherten Heimstätte steigen. Der Streit um die Formen der Geselligkeit wird bei uns nun viel des Problematischen verlieren.