Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1920)
- Date
- 1920-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Vom Präsidium -Verbindung Füxe, welche von ihr nicht angehörenden Bundesbruderh •geworben worden sind, und Burschen und Alte Herren, die von ändern ^Verbindungen erzogen worden sind. Weder die Teilnehmer eines Konvents noch gar die Gründer der Verbindung erschöpfen das Bild, das man sick %on der Verbindung machen kann und das nur im Rahmen des Kartells ganz gesehen wird. So erscheint es berechtigt, daß der Kartelltag ein Wort bei dem Austritt einer Verbindung mitzureden hat. Mißt man aber der ^Voraussetzung eines Gesuchs an den Kartelltag — wie jeder Vorschrift über die Lösung eines Verhältnisses keinen praktischen Wert bei, sondern „nur" den einer moralischen Bindung, so wird immerhin niemand widersprechen, wenn man festsetzt, daß für einen derartigen Beschluß eine Dreiviertelmehrheit verlangt wird, die z. B. die Voraussetzung für jede noch so unwesentliche Statutenänderung ist, und daß, falls der erste Konvent den Austritt mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen hat, eine für alle Teile «0 wichtige Entscheidung noch einmal überlegt und gefällt wird. Arthur Stein Liebe BundesbrüderS Das neue Präsidium hat den Unterzeichneten mit der Redaktion des Jüdischen Studenten beauftragt, nachdem Bbr. Erich Cohn bereits vor dem Karteütag dem alten Präsidium mitgeteilt hatte, daß ihm berufliche Ueberlastung die Fortführung der Redaktionstätigkeit neben derRedaktion des „Jüdischen Willen" nicht gestattet. Erich Cohn hat die Redaktion unserer internen Zeitschrift ein Dezennium geführt und wenn uns in dieser Zeit der J. St. das geistige Bindemittel des Kartells war, wenn wir sein Erscheinen sehnsüchtig erwarteten und wenn jede Nummer uns ein neues Symbol der freudigen Arbeit unseres Kartells zu sein schien, so danken wir dies Erich Cohns Tätigkeit. Ich glaube mein Amt nicht besser beginnen zu können, als mit dem Ausdruck herzlichsten Dankes an den langjährigen Leiter unseres J. St. Liebe Bundesbrüder! Man ist im vorigen Jahre im K. J. V. vielfach mit dem J. St. unzufrieden gewesene Das war nicht Schuld der Redaktion, sondern eine natürliche Folge der Kartellsituation. Der langsame Konsolidierungsprozeß wurde durch die Ringbildungsaktion gestört, und diese Aktion und ihre Abwehr nahmen im J. St. einen so unverhältnismäßig großen Raum ein, daß daneben die Erörterung der wirklich entscheidenden Fragen unserer Gemeinschaft in ungebührlicher Weise zurückstand. Wer die Erstchargiertentagung, wer den Kartelltag gesehen hat, der weiß, daß die Ringfrage in den Oedanken der K.J. V.-er eine viel geringere Rolle spielte, als man es nach dem J. St. annehmen sollte. Der Kartelltag hat die Frage der Ringbildung definitiv entschieden. Die Austritte,dieder Austrittserklärung derZephirahgefolgt sind und deren Umfang Ihr aus diesem Heft erseht, scheinen zum Abschluß gekommen zu sein. Jetzt müssen die positiven Inhalte