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Der jüdische Student · 1920-08-01 · Heft 4 (August 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 4 (August 1920)
Date
1920-08-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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l- , •/j Jaruslavsfgy Die Berufsvei^ " 183 , \ \rA Mediziner mehr, als es sonst in diesem Studium üblich ist, Gewicht auf die K' Abbildung in »den reinen Naturwissenschaften gelegt' hat ~' Nur wenn wir Aelterea, die wir noch in „auch-jüdischen'*, das heißt " /i; S offen ausgesprochen „unjudischen** Berufsausbildungen stehen, uns zu diesem , > Schritt entschlossen haben, wenn wir diesen Selbstbetrug, daß unsere Vort?l bereitung doch „auch für Palästina in Betracht komme", endgültig beseitigt- , haben, nur dann , haben wir das innere Recht und 'die Kraft, die jungen "' , Bundesbrüder, die zu uns kommen» zu bewegen, den gleichen Weg mit uns zu gehen. ., . # " - v' ' Es ist in'letzter Zeit im Kartell üblich gewesen, Schritte, welche von :--;ti£ Bundesbrüdem aus allen anderen, nur nicht aus zionistischen Gründen'getan -'^ wurden, nachträglich zu sanktionieren und dadurch zu zionistischen Taten zu ' machen. Ich denke da außer dem oben geschilderten Verfahren bei der Erziehung zur Berufsumschichtung ganz besonders an die Arbeit des lieber- < weisungsressorts, dessen Aufgabe es bisher war, die Ortswechsel von Bundes- '!rj 'brüdenv welche wohl 'in den wenigsten Fällen aus zionistischer Notwendigkeit .:; - heraus erfolgten, nachträglich zu genehmigen und zu sanktionieren. Und doch soll gerade die Uebenveisung ein Prüfstein der Kartelldisziplin sein! .Viel-, leicht kommen wir aber auch hier sowie m unserer gesamten Arbeit zu einem freudigeren und festeren Wollen/wenn wir erst in eider einzigen Frage, klar : und ehrlich ausgesprochen haben, welches die Notwendigkeit ist, und unsertt , Weg auf Grund dieser Notwendigkeit mutig einschlagen. * '' Vy d) Die ßernfsworliereifiing der liedixltiei* Von Erich Jaruslavsky, Königsberg Angesichts der heutigen Lage fragt sich jeder Mediziner, wie wird sich meine Tätigkeit in Palästina gestalten können, in welcher Weise werde ich mich - in den Dienst des Volkes stellen und gleichzeitig mein Auskommen finden können? jeder fragt sich so, sowohl der alte Arzt, der sich mit den allgemein praktisch vorkommenden Krankheitsfällen beschäftigt, wie der, der ' sich mit den speziellen Fällen abgibt, der junge Arzt, der in der Fortbildung begriffen ist und nach seinen Wegen sucht, wie der werdende Mediziner, der die ersten Schritte in diesem Beruf getan hat Bevor ich weiter darauf eingehe, will ich kurz die Lage .eniwickehv wie «sie sich mir nach den zu erhaltenden Berichten darstellt Palästina ist mit Aerzten reichlich, überreichlich" versorgt tn den Städten mit jüdischer Bevölkerung, spärlich auf dem-Lande und mangelhaft in. den abgelegenen Kolonien und in den Gegenden, wo ausschließlich arabische Bevölkerung ist. Diesen Verhaltnissen sich am zupassen sehe ich kaum eine Möglichkeit für unsere älteren Aerzfe, soweit sie nicht imstande sind, auch für ihre Person, die im Folgenden für die jüngeren und werdenden als gangbar bezeichneten -Wege zu beschreifen. Da ich von keinen statistischen Grundlagen ausgehe, sondern von den Tatsachlkhkeiten, wie sie * sich nach meiner Vorstellung entwickeln werden, bitte ich selbst sinngemäß zu werten und sich eine Vorstellung zu machen von dem Verhältnis des Arnes zu der umwohnenden Bevölkerung bezüglich seiner Existenz« 'iLh,, daß er seinem Beziehen-ringt gewissen Anzahl von Personen bedarf. Kann das nach meiner. Meinung Wünschenswerte eintreten, daß der Arzt ein im sozialen Staatsdienst stehender Beamter wird, so muß sich auch das Gemein ' wesen bei seiner Anstellung ebenso von den Bedürfnissen der Bevölkerung bestimmen lassen, wie der Arzt? wenn er sich als Privatunternehmer niederläßt, ■ und ich komme damit'zu dem Ergebnis, daß der sozialisierte. Atzt dem Privatarzt bei seiner Einwanderung gleichzustellen ist " - * ' Wenn ich nun für einen Augenblick die jüngeren Aerzte außer acht fasse und zu den werdenden übergebe, so kann ich aus der Schwierigkeit 'der Situation heraus nur allen raten, mit sich emsthaft zu erwägen, ,0b . der ärztliche Beruf so ausgesprochen ihren persönlichen Anlagen und f

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