Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 12 (1915-1916)
- Issue
- Heft 1 (11.6.1915)
- Date
- 1915-06-11
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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30 Der Judische Student Stammtisch .Ivria" (im Gegensatz zu Frankfurt Ö mit Eigennamen, s. Fusionsvertrag!L Wie gleich mitgeteilt wurde, hatte der Staat sich bereit erklärt^ „für die körperliche -Ausbildung der Bundesbrüder Sorge zu f ragen'V Nachdem der Gründungskonvent ohne jeden Stunk verlaufen war> eilte man hinab von dem denkwürdigen Orte der Gründung, deiki Kreiskrankenhause, zur Breitenstr?!ße? des offiziellen Abendbrotes halber. So ging alles sehr schön. Der Stammtisch blühte f Als rauhe Kriegersfeuie traten die Bundesbrüder nicht gerade sanft auf und kamen z. B mit dem dortigen von der Gemeinde angestellten Oottesdiener in Konflikt Der Rüfer im Streit war hier Arthur S ch w e i ize r, dem wir wegen Tapferkeit vor dem Feind den Eisernen Magen Dawid am blau-weißen Band verliehen. Alle waren zufrieden, auch Siegbert Stein, denn das Essen im „Goldenen Löwen:4 (und bei Abelsobns) war sehr gut. Zu lange aber sollte die Freude nicht dauern. Der gute L an ds berger wurde von uns plötzlich gewaltsam getrennt Er kam an die belgisch-holländische Grenze, wo er beim taudsturm-fnt Bat. „Naumburg", 1. Komp., in Carnie cProv. Limburg) als Gefreiter dem Deutschen Reiche große Dienste leistet. Das war der Auftakt! Bald würden auch S c h we i t z e r und Stein abberufen/ Man schickte sie nach Nordpolen in die Schützengräben, wo Schweitzer der Korporal schaftsgefreite seines ehemaligen X »st. Auch die traurigen Ueberbleibsei det stolzen Stammtischs konnten sich nicht länger halten. Der K. j. V.-er Kriegssfammflsch „Jvria" sollte eben sterben : Manfred Tuchler wurde plötzlich zu einer achtwöchentlichen militärischen tlebimg nach Magdeburg einberufen, wo er bei seinem Regtmente eine bedeutende Rolle spielt. So blieb bloß noch der Berichterstatter übrig Ihn hielt es auch nicht mehr länger an der Stätte des Grauens. Auch er floh diesen Ort um in Berlin fürs Physkum zu arbeiten. — Schade, es w r so schön! Hans A b e 1 s o h n •* .** Kadiflldh Y Wien» Präses: Fritz A n t a 1 , cand. jur,, Praeses vom Sem. 63 u. 6*. Gottfried W e i d e n f e i d , cand. jur.; hnkl Bursch. Das Semester wurde nicht eröffnet Neuwahlen fanden nicht statt Keilerfolge: 2 füxe, die seither eingerückt sind. 22, Mai Fritz A n t a l