Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 12 (1915-1916)
- Issue
- Heft 1 (11.6.1915)
- Date
- 1915-06-11
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
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28 Der judische Student Außerdem kommen sehr oft A. H. Stiel, Sal!y Weiß und A 'Abraham mit uns zusammen, die in der Umgebung als Landsturmleuie und Sanitäter Kneg fuhren. Unser Semester begann am 26, April mit dem Antrittskonvent Zum X wurde Bbr. S ch wab ach er gewählt, der auch die Aemter eines Fuxniajors und Fechtwartes erhielt. Kassen- und Schriftwart wurde Stiel. Perso n a 1 i a . Paul Lyon aus Bonn wurde in den AX. aufgenommen. Herr Lazar aus Trier meldete sich bedingt aktiv. (? D. R.) We i ner wurde eingezogen, 20. Mai Otto Stiel * <M; . * ' V. J, St. ivria, Heidelberg. Präsenz; u a. B. Unterarzt Saliv "Waüa.ch, cand. med., % a. B. Herbert G r o ß b e r ger, cand, ftJst. art. Eine .Aktivmeldung: Ernst Tryfus aus Heppenheim (Bruder unseres £br. Fritz Tr.) - Personalia: Wallach bestand sein Staatsexamen. ■ * ■*- ■9 Stammtisch .Frankfurt a. M. Von der Frankfurter Stammtischrunde Geb' ich nachfolgend getreue Kunde: t. a. B. med. dent Carl David a. B. a. B. iur. Max M o r i tz* med. Willi Eilbote Fux med. Richard. £ h r'I t c h* Das sind der vielen Aktiven Namen, Die zum Begräbnis urd Zeugimgsakt kamen. Am 26r drückten die Augen wir zu Dem Ferienstammtisch. (Nichts stör* seine Ruh! Vor seines Grabes ruhmloser Nacht Half mild das Vergessen ewige Wacht!) Und als wir verscharrt die Jammergestali. Da riefen ins Leben wir allsobaM Den „Semesterstammiisch Frankfurt a Main", O Bild des fammers, ö Bild der Pein! Ohn' emer Heimstätte schützendes Dach, Ein blutarmes Zwerglein, kränklich und schwach, Auf unfruchtbarem, steinigem Grund*), In einem KJima, das ungesund, Und — was die tiefste Verzweiflung erzeugt — Von der Gewißheit zu Boden gebeugt, Daß in wenigen Tagen wird amputiert Die Hälft1 seines Körpers, so vegetiert Das kümmerlich Wesen und schleppt sich so hin. Wer finde was Seltsames da noch darin, Wenn d e r Organismus, der sich erhält Mit Mühe noch selbst* kein Kind bringt zur Welt? Und dochy wir dürfen verschämt verkünden. Daß in guter Hoffnung wir uns befinden, In guter Hoffnung mit Zwillingen gar! Es künden uns alle Anzeichen zwar. Die Geburt' wird hart, die Geburt wird schwer. Was tut's! Gibt's nur keine Fehlgeburt mehr! - — *} Vgl Märzheft & J. St, Seite 186.. D. R.