Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 12 (1915-1916)
- Issue
- Heft 1 (11.6.1915)
- Date
- 1915-06-11
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 19 VOM PRÄSIDIUM Unsere Kriegsfinanzen Die Finanzen des Präsidiums — Die Finanzen der K. V. Die Rosenkranz-Stiftung; *v ' '!. Die Finanzen des Präsidiums Mit dem Fortgang der kriegerischen Ereignisse nimmt die Einberufung der Bundesbrüder dauernd zu. Bisher stehen, soviei wir nach den uns gemachten Mitteilungen schließen können, ungefähr 300 Bundesbrüder noch nicht unter Waffen. Täglich verringert sich diese Zahl. Allen Schwierigkeiten zum Trotz haben wir, wie aus anderen Berichten hervorgeht, das Semester in einigen Kartellverbindungen eröffnen können. Das Präsidium selbst hält nach wie vor den vollen Betrieb aufrecht und ist nach besten Kräften bemüht, , mit den im Felde stehenden Bundesbrüdern in Konnex (zu bleiben. Unsere Einnahmen sind stark zurückgegangen, während unsere Ausgaben unverhältnismäßig gewachälij sind. Zu den laufenden treten eine Reihe einmaliger hoher Beträge hinzu, wie sie z. B. durch den Beitritt zum Akademischen Hilfsbund oder durch Unterstützung der K. V. verursacht werden. So mußten wir vor kurzem selbst einer Verbindung wie derV.J.St. Königsberg, deren Finanzverhälinisse stets geregelt waren, ein Darlehn gewähren, um den Hauswirt zur Zurücknahme der eingeleiteten Exmissionsklage zu veranlassen. Die Ehrungen, die das Präsidium dem Andenken unseres Ersten Vorsitzenden Erich Rosenkranz zugedacht hat, sind auch mit materiellen Leistungen verbunden. Um das Einnahmen- und Ausgaben-Konto in Einklang zu bringen, um das Präsidium aktionsfähig zu erhalten, haben wir am 11. Mai beschlossen, für die Dauer des Krieges den Präsidial bei t rag pro Semester auf Zehn Mark zu erhöhen. Für die Zeit des Krieges wird, so lange dieser erhöhte Beitrag erhoben wird, den Alten Herren im Bezirksverband Berlin der Sonderbeiirag von 1 M. pro Semester für den Keilfonds ganz erlassen. Die Verpflichtung der Verbindungen und Bezirksverbände, einen SemesterbeUrag von 25 M. an den Keitfonds zu entrichten, bleibt von dieser Bestimmung unberührt. Der Präsidialbeitrag für das S. S. 1915 wird, um die Eingänge für die Erich Rosenkranz-Stiftung nicht zu stören, erst Anfang Juni erhoben. Es wird gebeten, die Beiträge mit genauer