Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 5 (1.11.1914)
- Date
- 1914-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 129 Das K J. V, will seine Mitglieder zu Mannern erzieheu, die in dem Bewußtsein der nationalen Einheit der judischen Gemeinschaft entschlossen sind, für eine der Vergangenheit des Judentums würdige Erneuerung des jüdischen Volkstums einzutreten. Manche alte, liebgewordene Tradition mußte bei Schaffung des Kartells zugunsten des gemeinschaftlichen Neuen geopfert werden. Indem B. J. C.-er und K. Z. V.-er in gleicher Weise dieses Opfer brachten, bewiesen sie ihren entschiedenen Willen zur Einigung. Der erste Kartelltag des K.J. V. wählte nach Beratung des Programms nur noch das Präsidium, dem er im übrigen die selbständige Leitung der Kartellgeschäfte bis zur nächsten Tagung übertrug. Die Wahlen zum Präsidium ergaben folgendes Resultat: Dr. med. Erich Rosenkranz (V.J.St Berlin, A. H.), erster Vorsitzender Dr. phiL Egon Rosenberg (V. J. St Hasmonaea, A. H), zweiter Vorsitzender cand. iur. Berthold Cohn (V.J. St. Maccabaea i. a. Bj Rechtsanwalt Erich Cohn (V.J. St Maccabaea A. H.) Dr. phil. Henryk Cohn (V. J. St Kadimah, München A. H.) Referendar Dr. Walter Fischer (V.J.St. Hasmonaea A. H.) Rechtsanwalt Dr. Georg Qerson (V.J.St Jordania A. H.) 2 Dr. phil. Georg Herlitz (V.J. St. Berlin A. H.) Rechtsanwalt Dr. Salii Hirsch (V.J.St Berlin A. H.) Kurt Rosenbaum (V. J. St Hasmonaea A. H.) Gerichtsassessor Felix Ro s e n b 1 ü t h (V.J. St. Maccabaea A. H,) Für die Redaktion der herauszugebenden Kartellzeitschrift wurden Rechtsanwalt Erich Cohn und Dr. Gustav Krojanker bestimmt. Die mit großen Hoffnungen begonnene Arbeit des K J. V. ist durch den Ausbruch des Krieges unterbrochen und zweifellos für die nächste Zeit beeinträchtigt worden. Ein großer Teil der Bundesbrüder steht im Felde. Trotzdem hat es sicn als möglich herausgestellt, das Korporationsleben im Wintersemester an alten Orten aufrecht zu erhalten. Das K.J. V. wird nach dem Kriege seine Arbeit für die Zukunft un.eres jüdischen Volkes mit seiner durch die Vereinigung potenzierten Kraft wieder aufnehmen. Inzwischen werden die K. j V.-er, an die der Ruf zu den Waffen ergangen ist, jeder an seiner Steile für sein Vaterland mit dem Mute kämpfen, der die Frucht unserer Erziehung zum nationalen Selbstbewußtsein ist Dieser Erwartung haben wir auch in dem Aufruf an unsere Mitglieder Ausdruck gegeben. Hier aber seien allen im Felde stehenden Bundesbrüdern noch einmal unsere herzlichsten Wünsche für eine glückljc^ zugerufen! Berlin, im September 1914 Das Präsidium des Kartells Jüdischer Verbindungen I. A. Felix Rosenblüth.