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Der jüdische Student · 1914-06-25 · Heft 3 (25.6.1914) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
11 (1914-1915)
Issue
Heft 3 (25.6.1914)
Date
1914-06-25
Page
[Seite] (sequence 36)
Language
German
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72 sich in einem wunderschönen, sehr großen Garten. Ein großer Bestand an schönen Bäumen ladet zu erholenden Spaziergängen ein, während reichliche Obstanpflanzungen die besten Aussichten für den Herbst eröffnen. Am Ufer hat man einen weiten und angenehmen Ausblick. Eine große Veranda dient unseren gemeinschaftlichen Mahlzeiten, wenn wir nicht an den zahlreichen, im Garten verstreuten kleineren Tischen speisen. Da jeder Morgen und Abend draußen einen Genuß bedeutet, bleibt man häufig über Nacht. Besonders Sonnabends schlafen fast regelmäßig 15 bis 20 Bundesbrüder draußen. Die Gebäude dieses von uns gepachteten Grundstücks waren bei der Uebernahme eingerichtet, wir hatten nur die für uns notwendigen Veränderungen vorzunehmen. Auch damit sind wir jetzt fertig. Fritz Schlesinger hat sich in liebenswürdiger Weise der nicht geringen Mühe unterzogen, die Arbeiten zu entwerfen und zu leiten. Er hat unseren vollen Beifall gefunden. Wir konnten schon häufig Bundesbrüder draußen begrüßen, die außerordentlich begeistert waren und zu unserer Freude auch wiederkamen. Uns wird jeder Besuch sehr willkommen sein, und wir hoffen, daß recht viele Bundesbrüder sich mit uns in die Freuden der neuen Erwerbung teilen werden. 20. Mai M. B i I e s k i. »FESC-r^ VERSCHIEDENES Zwecks Veranstaltung einer V. J. St. - e r Zusammenkunf t bitte ich alle Bundesbrüder, die sich in mecklenburgischen Ostseebädern aufzuhalten gedenken, um genaue Mitteilung. Walter Cohn, Rostock, Wismarschestr. 71 H. Auf vielfache Anfragen jüngerer Bundesb rüder teile ich mit, daß ich Ende Mai nach Berlin übersiedelt bin. Albert B aer - Stettin, ►~X~H1 BÜCHERBESPRECHUNGEN Leo Herrmann, Nathan Birnbaum, Sein Werk und s e i In e W a n d I u n g, (Die jüdische Gemeinschaft, 4. Heft.) Berlin, jüdischer Verlag. Zum 50. Geburtstage Birnbaums läßt der Jüdische Verlag diese Samms lung von Aufsätzen erscheinen. Ehrerbietig blickt der Verfasser zu der einsamen Gestalt empor, er folgt dem ruhelosen Wanderer Hebenden Herzens« Herrmann ist ein mehr als gerechter Kritiker, wenn er aufzeigt, was ihn, den Zionisten, von Acher trennt. Diese| Auseinandersetzung, die die Divergenzen in abgeklärter Auffassung klar herausarbeitet, verleiht der Schrift besonderen Wert» Dabei läßt es sich Herrmann in jeder Zeile angelegen sein, die von einer tiefen Tragik geweihte Persönlichkeit Achers uns menschlich näher zu bringen. Männer von Bedeutung sind nicht so zahlreich im heutigen Judentum» daß wir an einem Mathias Acher vorübergehen dürften, Der Zionist wird sich eines solchen Gegners freuen und bei der liebevollen Darstellung Herr« manns vergessen, daß Acher nicht immer der Bewegung, deren Vorkämpfer er war und der er den Namen gegeben hat, gleiche Gerechtigkeit hat widerfahren lassen. Epstein, Duisburg Drück: Buchdruckerei Wilhelma R. Saüßg & Co,, Berlin SV\\, HoUmajwstr. lo*

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