Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 1 (20.5.1914)
- Date
- 1914-05-20
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 15 Verbindung eine besondere Uriilage veranstaltet. Wir sehen von einer solchen a H g e in einen finanziellen Belastung des Kartells ab. In Erkenntnis jedoch der besonderen Bedeutung eines V.J. St. in Frankfurt a. M. Hegt es uns ob, ihm die Möglichkeit eines korporativen Auftretens zu bieten und ihn seiner ersten finanziellen Sorgen zu entheben. Es wird daher unsere Aufgabe seinf für ihn eine ansehnliche Summe, mindestens jedoch 1Ö0O (tausend) iMark aufzubringen. Schon haben wir für den Frankfurter V. J. St Wichs und einen Teil der Kneipmöbel angeschafft und dafür bisher 200 M. verausgabt abgesehen von dem Zuschuß für die Veranstaltung einer Kneipe. Auch werden wir anläßlich dieser Neugründung das nächste externe Heft des J. St besonders ausgestalten. Außer Frankfurt a. M. kommt ferner Leipzig in Betracht. Schon der XIL K. T. in Bonn hat uns die Gründung von V. J. St-en in Würzburg und Leipzig als Material überwiesen. Der im letzten W. S. gegründete nichtoffizielle'Stammtisch des B. j.C in Würzburg soll in einen offiziellen verwandelt werden. Vor einiger Zeit hat sich der in Leipzig bestehende Stammtisch der jüdischen Turnerschaft Maitaphia in Göthen an uns zwecks Aufnahme in den B. J« C. gewandt Nach Ermittelungen unseres Mitgliedes B M e s k i, den wir nach Leipzig entsandt haben, scheinen dort die Aussichten günstig zu sein Es ist wahrscheinlich, daß wir zu Beginn des kommenden W. S. 1914/15 mit dem genannten Stammtisch ein Renonceverhältnis eingehen werden. Um den künftigen V. j. St-en eine sichere Unterlage zu geben, haben wir uns entschlossen, einen „Gründungsfonds des Präsidiums" ins Leben zu rufen. Wir..werden Maßnahmen treffen, daß die Beträge, die wir den neuen V, j. St-en vorstrecken, in Raten in unsere Kasse zurückfließen, um so einen dauernden Bestand für Neugrüncungen und wichtige Aufgaben des Karteüs zu schaffen. Noch andere .außerorden i f i c h e Anforderungen stellt das neue Kärtelljahr an uns. Der Besuch eines Präsidiumsmitgliedes im vorigen Sommer bei einzelnen Karieilvereinen hat allgemeine Zustimmung gefunden. Bekommen wir doch dadurch am besten Einsicht in die Arbeiten und Bedürfnisse der K. V. Es ist daher zu begrüßen, daß der letzte K. T. in Königsberg einmütig solche Reisen von Präsidiumsmitgliedern als ständige Einrichtung gewünscht hat. Es liegt auf der Hand, daß diese Reisen Aufwendungen erfordern, die wir aus den bisherigen Einnahmen nicht zur Verfügung stellen können. Unsere Ausgaben haben sich auch durch die Verlegung unseres Bureaus nach dem Zentrum der Stadt, nach der Friedrichstraße, vermehrt Die ungünstige Lage der Kneipe der Berliner K. V« und andererseits die schnelle Erledigung unserer Arbeiten haben die Bureauverlegung zur Notwendigkeit gemacht Die Bundesbrüder werden aus dem Gesagten ermessen, daß wir dringend außerordentliche Mittel benötigen. In der festen Zuversicht auf die erprobte Opferwilligkeit unserer Bundesbmder haben wir uns auf dem letzten K*T« gegen eine aligemeine Erhöhung der Präsidialbeiträge gewandt Wir