Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 1 (20.5.1914)
- Date
- 1914-05-20
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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Der Jüdische Student Monatsschrift des Bundes jüdischer Corporationen XI, Jahrg. Berlin, 20. Mai 1914 No. 1 B.J. C. und K.Z.Y. Die Einigungskonferenz Die dauernden Mißhelligkeiten, die seit Monaten zwischen den Berliner K. V. K. V, und der Hasmonaea und zwischen den beiden Kartellen als solchen vorkamen und deren Besprechung sich, wie Hirsch in der letzten internen Nummer des'J. St. (X S- 308 ff) schrieb, rzu einer ständigen Rubrik im J.St. auszuwachsen schienu, sind heute auf dem Wege ihrer endgiltigen Beseitigung. .Allmährich nämlich hatten wohl die Heißsporne auf beiden Seiten eingesehen, daß der Weiterbestand der gegenseitigen Reibereien eine schwere Gefährdung der allgemeinen zionistischen Interessen zur Folge haben müßte. So fand der Vorschlag uusezes Präsidiums, in einer Konferenz von Vertretern beider Kartelle... die schwebenden Differenzen zu besprechen und über die Mitte! zu beraten, um alle zukünftigen Reibereien im Keime zu ■ ersticken, auch auf Seiten der K. Z, V.-er Anklang. Die Einigungskonferenz fand am Sonnabend den 7, Februar im Zionistischen Zentralbüro statt. Der B. j. C. war auf ihr durch das gesamte Präsidium und eine Anzahl Berliner Bundesbrüder aus den verschiedensten Generationen, darunter Zlocisti, Weißenberg, Blumenfeld und Rosenblüth. vertreten. Vom K. Z. Vnahmen an ihr einige Herren des Präsidiums und gleichfalls ältere K. Z.V,~er teil Leiter der Konferenz wurde durch einstimmige. Wahl, Rose nkranz. Das einleitende Referat hielt für das K. Z. V. Dr. E. Rosen berg. Er gab einen historischen Rückblick auf die Entstehung der Feindschaft zwischen den beiden Kartellen. Der B. K C habe den Kampf eröffnet, indem er die schon bei der Gründung der Hasmonaea vertretene Anschauung, eine zionistische Korporation sei in Deutschland nicht ■existenzberechtigt, mehr und mehr zoi einer festen Theorie entwickelt habe. Auf dieser Grundlage wären dann lalle die Affären der letzten Jahre (die Fälle Exiner, Gerson und. Stein) entstanden. Sie seien nur Symptone des von allen Anfang an vom B. j. C. gegen das K. Z. V. geführten Unterdrückungskampfes, Diesen Kampf müsse derB. J. C. endlich aufgeben, wenn ihm ernsthaft daran gelegen sei, eine zionistische Gesellschaft zu schaffen. Den in konziliantester Form vorgetragenen Ausführungen Dr. Rosenbergs trat mit der gleichen Maßhaltung FeHx R osenbi üih entgegen. Die Sachlage sei umgekehrt, wie sie Dr. Rosenheig geschildert habe. Nicht der B. J, C. habe den Kampf eröffnet, sondern vom K. Z. V, seien zuerst die Versuche, den B.j, C, zu schädigen, unternommen worden. Das sei auch nur zu natürlich. Denn das K.Z. V* habe sich ja gegen das bereits bestehende zionistische Kartell, den B.J, C, durchsetzen, also gegen ihn agitieren müssen. Auf diese Weise sei im K. Z. V. die Theorie von der gesellschaftlichen Ueberlegenheit des K. Z.V., die Phrase, der B. J. C. erziehe zu m Zionismus, das K.Z.V. i rn Zionismus, und schließlich die verstiegene Behauptung der