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Der jüdische Student · 1919-12-01 · Heft 8 (Dezember 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 8 (Dezember 1919)
Date
1919-12-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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Erziehung und Unterricht, Turnen und Sport 343 1. Im Sommersemester fanden regelmäßige sportliche Veranstaltungen an elf Verbindungen statt. Sie bestanden im wesentlichen aus leichtahtletischen Uebungen, an einigen Orten wurde auch geturnt und geschwommen/' Im allgemeinen fand einmal wöchentlich eine regelmäßige Veranstaltung dieser Art statt. Im Wintersemester haben zehn Verbindungen turnerische oder sportliche Veranstaltungen gemeldet. Es wird im wesentlichen einmal wöchentlich geturnt. Dazu kommt die Tätigkeit der in diesen Zahlen nicht mit enthaltenen Sportverbindungen. Die Zahl der Verbindungen, bei denen Turnen und Sport gepflegt wurde, beweist, daß von einer allgemeinen Einführung im Kartell noch micht die Rede sein kann. Außerdem ist ein Teil dieser Veranstaltungen mangelhaft besucht und wenig ersprießlich ausgestaltet worden. Es wird Aufgabe 'des kommenden Kartelljahres sein, turnerische oder sportliche Veranstaltungen überall zu selbstverständlichen Bestandteilen des Wochenprogramms zu machen. Die Tätigkeit des Präsidiums bestand darin, daß die Verbindungen auf die Notwendigkeit dieses Teils unserer Tätigkeit hingewiesen und ihnen "Winke für die Gestaltung im -Einzelnen gegeben würden. Für die Zukunft werden Anweisungen für einzelne Veranstaltungen, insbesondere .größere Beachtung der sportlichen Zweige, notwendig sein, die auch wegen Ihrer geselligen Bedeutung mehr gepflegt werden müssen. Eine Belebung 3cann insbesondere von der Veranstaltung von K. J. V.-Sporttesten (bei Treffahrten von Verbindungen, Kartelltagen, aber auch als regelmäßige Semesterveranstaltung an Orten mit einer größeren Zahl von Bundesbrü- -dern) und möglichst starker Beteiligung an allgemeinen Wettbewerben (sowohl der Turnerschaft als der allgemeinen Sportverbände) erwartet <w erden. 2. Auch die Mitarbeit in der Turnerschaft ist noch nicht befriedigend. Zs hat sich gezeigt, daß dort, wo von einzelnen K. J. V.-ern oder K. J. V.¬ Organisationen in der Turnerschaft gearbeitet wurde, diese Arbeit von großem Nutzen ist. Um so bedauerlicher ist es, daß diese Arbeit häufig noch keineswegs ernst genommen wird. Vom Präsidium ist zunächst darauf hingewirkt worden, daß Verbindungen des K. J. V. durch gemeinsamen Turn- oder Sportbetrieb unmittelbar mit Vereinen der Turnerschaft zusammenarbeiten. Der Ruder-V. J. St. :und der Sport-V. J. St. haben große Teile ihres Betriebes mit den entsprechenden Organisationen der Turnerschaft zusammengelegt. Außerdem ist im Sommer von sechs Verbindungen und im Winter ebenfalls von sechs Verbindungen mit Vereinen der Turnerschaft zusammen geturnt oder Sport setrieben worden. Neuerdings beginnt man an einzelnen Orten auch gemeinsame Kurse abzuhalten. Einzelne Bundesbrüder waren am der Ausdehnung und am inneren Ausbau der Turnerschaft beteiligt. Der deutsche Kreis der Jüdischen Turn er schaft besitzt heute 21 Vereine mit etwa 2100 Mitgliedern. In. der Zeit von Mai bis Oktober sind sechs neue Vereine aufgenommen worden. An zählreichen Orten stehen Neugründungen bevor. Eine bessere organisatorische Möglichkeiten bietende Gliederung ist in Angriff genommen. Die innere Entwicklung erstrebt stärkere zionistische Erziehung, Betonung des Hebräischen und Befestigung der einzelnen Mitglieder in den Vereinen, die auch für die geistige Entwicklung ihrer Angehörigen '-sorgen sollen. Eine den Umständen nach befriedigende IViitarbeit von K.J.V.-ern ist;an sieben Orten geleistet worden. Die Entwicklung der Turnerschaft wird besonders bestimmt durch diestärkere Betonung der Jugendarbeit. Für die vorhandenen Möglichkeiten seien als Beispiele einige Zahlen angeführt. Nachdem zum ersten Male bei Beginn des Sommers mit einer planmäßigen Arbeit auf diesem Gebiet ^begonnen worden ist, sind heute in den Jugendabteilungen des Bar-Kochba

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