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Der jüdische Student · 1919-12-01 · Heft 8 (Dezember 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 8 (Dezember 1919)
Date
1919-12-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Finanzen 341 'Berichten gewonnen haben, zusammenfassen, so können wir sagen, daß die Finanzen der iKartellorganisationen ganz gut sind. Wir haben nur gan£ wenige Verbindungen, weiche noch höhe Schulden haben, wie vor allem die Miünchener Korporation. Im Verhältnis zu Friedenszeiten sind dijp Schulden sehr gering. Wir haben sogar heute bereits Verbindungen, welche einen hohen Kassenbestand aufweisen, der teilweise 1000 Mark und mehr beträgt. Es erscheint daher nicht zu fern liegend, zu versuchen, den Finanzen der einzelnen Verbindungen durch einen Ausgleichfonds eine gewisse Stetigkeit zu geben, so daß es nicht mehr nötig wäre, daß einzelne Verbindungen, wie es z. B. in Marburg der Fall ist, ihre Mitglieder doppelt so hoch heranziehen müssen als andere. Andererseits haben wir aber auch feststellen können, daß eine gute Kassenführung manches ausgleicht Ueberall da, wo die Verbindungen gute Kassenwarte hatten und diese nicht zu viel wechselten, war in Kürze eine erhebliche Besserung der Finanzlage zu erkennen, ohne daß die einzelnen Bundesbrüder finanziell stärker herangezogen wurden. Die Finanzen der Berliner Verbindungen simd zum Beispiel recht gut, obgleich, wie in der Makkabaea, der durchschnittliche Beitrag eines Aktiven oder Inaktiven ohne Berücksichtigung der Geldentwertung kaum höher als im Frieden ist. Auch die Verbindungen haben sich vor allem durch die Einziehung der Schulden ihrer Bundesbrüder finanziell halten können. Es dürfte sich daher, falls die Steigerung der Preise derart weiter geht, als notwendig erweisen, auch die Beiträge der Aktiven und Inaktiven heraufzusetzen. Die Vorschläge der Finanzkommission gehen dahin, das Präsidium in der Hauptsache durch Beiträge der Alt^Herrenschaft zu finanzieren, während die Aktiven und Iniaktiven vor allem die Verbindungen stützen sollen. Zum Besten der einzelnen Verbindungen haben wir einen Verbindungs-Unterstützungsfonds gegründet, um notleidenden Verbindungen ohne Inanspruchnahme des Präsidiums eine Beihilfe gewähren zu können. Wir beabsichtigen, die Spenden im J.St. zu veröffentlichen, und hoffen, daß auch die Verbindungen, solange noch kein Ausgleichfonds besteht, zu diesem Fonds in erhöhtem Maße beisteuern werden. Der Verbindungsunterstützungsfonds beläuft sich augenblicklich erst auf etwa 700 Mark, doch war es bereits möglich, bei einzelnen Verbindungen helfend einzugreifen. Wir hoffen, so vor allem in der Lage zu sein, neu entstehende Verbindungen ohne Inanspruchnahme der Präsidialkasse zu subventionieren. Gelder aus diesem Fonds werden nur als Darlehen ausgegeben. Sie sind zu verzinsen und müssen amortisiert werden. Am Schluß unserer Ausführungen legen wir dem Kartelltag den Etat für das Jahr 1920 vor, den wir in unserem letzten Rundschreiben, auf welches wir uns im übrigen beziehen, bereits veröffentlicht haben. — Etat für* das Jahr 1920 : Wohnung (Miete).......... 1 200.— Mk. Wohnung (Heizung)......... 300.— „ Telefon............. 240.— „ Gehälter (4 Damen).........16fi00.— „ Versicherung........... 1 200.— „ Bürobedarf............ 5 000.— „ Porti und J. St.-Versand....... 7 200 — >? Formulare............. 500.— „ Reisen............. . 4 0C0.— „ Kartelltag............. 2 000.— „ Schuldzinsen............ 1 000 — /, Eventualia.............2 2f0.— „ J. St..........,..... 15 000.— „ Keilbroschüren........... 4000.— „ 22. November 1918 Sa. 62 000.— Mk- Alfred Jarislowsky Wolff Joachim Meyer

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