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Der jüdische Student · 1919-12-01 · Heft 8 (Dezember 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 8 (Dezember 1919)
Date
1919-12-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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340 Berichte des Präsidiums die Ueberweisung einer ausreicheniden Anzahl von Bunldesbrüdern nach Münster mißlang. In Frankfurt hat sich trotz aller Versuche, eine Anzahl der dorthin strömenden Bundesbrüder nach anderen Orten abzulenken, eine außerordentliche Ueberfüllung ergeben, unid es ist weiter nicht gelungen, einen Teil der in Freiiburg vorhandenen Kräfte für andere Orte freizumachen. Dafür war es möglich, in Frankfurt eine Rudörkorporation zu begründen, deren Fortbestehen f>ür die Entwicklung der jüdischen Sportbewegung von außerordentlicher Bedeutung werden kann. " Abschließend ist zu konstatieren, daß durch die Bemühungen des Ueberweisungsressorts die Aufrechterhaltung der Arbeit an nahezu allen Korporationsorten gewährleistet worden ist. Wie schon angedeutet, werden erheblich höhere Erfolge erzielt wenden können, sobiald das Verantwortungsgefühl 'der Korporationslbeamten für die Ueb er Weisungsarbeit geschärft und eine hinreichende Zahl disziplinierter jüngerer Bundesbrüder herangebildet ist. Insbesondere wird darauf zu achten sein, daß die zur Bekleidung von Korporationsämtern und zur Leitung der Erziehungsarbeit Befähigten sowie vor allem auch die vorhandenen hebräischen Lehrer nach Bedarf auf 'die einzelnen Korporationsorte verteilt werden. Die Ueberweisungsarbeit des Präsidiums ist, so undankbar und zahlenmäßig erfolglos sie erscheint, unentbehrlich, und kann bei guter Durchführung für das Kartell sowohl wie für das gesamte zionistische Leben Deutschlands von außerordentlicher Bedeutung werden. Bertold Cohn Bericht des Finanzressoris Nach dem Kartelltag handelte es sich für das Finanzressort vor allem darum, dem zu neuem Leben erwachenden Kartell die erforderlichen Geldmittel zu erschließen. Wir konnten bald feststellen, daß der Etat, der dem Kartelltag vorgelegen hatte, bei der Ausdehnung, die das Bureau des Präsidiums alsbald erhielt, und bei der Teuerung aller Druckschriften 'bei weitem nicht ausreichte. Wir sahen uns daher genötigt, unseren neuen Etat dadurch zu bilanzieren, daß v/ir sofort an die Einziehung der alten Schulden gingen. Nur so war es uns möglich, die nötigen Gelder zur Aufrechterhaltung der Präsidialarbeit zur Verfügung zu stellen. Die alten Schulden, die wir übernahmen, betrugen etwa 7000 Mark, sie haben sich bis zum 1. Oktober 1919 nur unwesentlich erhöht, etwa auf 11 000 Mark, so daß sie vom 1. Oktober ab aus dem iEtat des Präsidiums verschwinden, da die noch vorhandenen und zu erfassenden Schulden der einzelnen Bundesbrüder an die Präsidialkasse etwa den gleichen Wert darstellen. Wir werden also ab 1. Oktober, vorausgesetzt, daß die Finanzvorschläge, die wir soeben in unserem ausführlichen Rundschreiben iden Bundesbrüdern mitteilten, in dieser oder in einer, ähnlichen Form angenommen werden, gesunden finanziellen Verhältnissen entgegengehen. Allerdings wird dies nur bei großer Sparsamkeit möglich sein, welche der Etat, den wir dem Kartelltag vorlegen, bedingt. Wir geben nachstehend am Schlüsse der Zeilen eine ungefähre Uebersicht unserer Ausgaben vom 1. März bis 1. November 1919, also in acht Monaten. Der Abschluß für den Monat November liegt bei Niederschrift dieser Zeilen noch nicht vor. Neben der Verwaltung der Präsiidialkasse übten wir auch eine Kontrolle der einzelnen Kartellorganisationen aus. Jede Verbindung und jeder Stammtisch sandte uns regelmäßig seine Kassenabschlüsse und zu llegtai des Halbjahres seinen Voranschlag ein, so daß wir über die finanzielle Lage der Verbindungen stets ziemlich genau informiert waren. Leider war es uns bisher nicht möglich, einen finanziellen Bericht der Breslauer Verbindungen zu erhalten. Wenn wir unsere Eindrücke, die wir aus den

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