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Der jüdische Student · 1919-12-01 · Heft 8 (Dezember 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 8 (Dezember 1919)
Date
1919-12-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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336 Berichte des Präsidiums zionistische Orientierung ebenfalls gestärkt wird und alles, was cht Zio- Eist wind und was auf halbem Wege stehen bleibt, der Assimilation, d. h. dem K. C, zugute kommt. 'Man darf nacht vergessen, daß der K. C. eine Station auf dem Wege, von der Taufe zum Zionismus ist, an der mancher Halt "machen wird, der vom Zionismus auf den Weg gebracht worden ist* aber nicht mehr den Atem oder die Zeit zur Erreichung der Endstation hat. Noch einmal möchte ich hervorheben, daß die Keilarbeit sich im Verhältnis zu der Zeit vor dem Kriege nicht geändert hat. Der Prozentsatz der zionistischen Keilfüx.e ist derselbe wie früher, er erhöht sich nur dann, wenn schlecht gekeilt wind, d. h. wenn die Propaganda nicht weit genug greift. An diesen Dingen wird nichts dadurch geändert, daß einige der Zionismen selbstverständlich heute besser vorgebildet sind als vor dem Kriege. Es hat sich immer wieder gezeigt, daß die Verbindungen, welche die Keilarbeit ablehnen oder sie nur auf bereits fertige Zionisten erstrecken wollen, auch in ihrer inneren EntWickelung stehen bleiben. Daß dies gute Gründe hat, habe ich im letzten Heit des J. St. ausgeführt. Nach wie vor muß betont werden, daß die Entscheidung in. dem Kampfe, welchen die Keilarbeit darstellt, bereits in den Heimatsbezirkerr der Keilfüxe getroffen wird (wenn man von den besonderen Verhältnissen in einigen kleinen Universitätsstädten absieht). Als Forderung haben wir aufzustellen, daß nach Möglichkeit alle Keilfüxe, die von uns bearbeitet werden, bereits seit Jahren dem Zionismus nahegebracht sind. Die Arbeit in den Schul- und J u g e n d v e r e Ü n e n, welche das Keilressort organisieren wollte, ist noch lange nicht so durchgeführt, wie es wünschenswert wäre. Auch der Versuch, die anderen national]üdisclien Organisationen in ähnliche Keilorganisationen einzuspannen unld die K. J. V.-er zu .großzügiger Keilarbeit auch unter den Nichtkeilf üxen heranzuziehen, ist noch nicht geglückt. Er wird wiederholt werden, bis er durchgeführt ist. Bedauerlicher weise kann eine Keilstatistiik, d. h. eine Darstellung des Verhältnisses der Zahl unserer Füxe zu der Zahl der überhaupt vorhandenen Keilfüxe und der im K. C. bezw. in anderen Organisationen aktiv-gewordenen Keilfüxe nicht gegeben werden. Für die Durchführung einer derartigen S t a t i s t i k fehlen uns die technischen Voraussetzungen. Sie wäre sehr erwünscht, weil nur so unsere Erfolge wirklich auf ihre Bedeutung hin geprüft werden können. Die Versuche in dieser Richtung wer* den daher fortgesetzt werden. Zusammenfassend mag gesagt sein, daß unsere Erfolge ohne die inneren ZwistigkeiteiL und bei gut funktfonierenden Verbindungen hätten größer sein können, daß sie unter den gegebenen Verhältnissen, als Anfang gewertet, einigermaßen befriedigten, und daß es immerhin fraglich erscheint, ob unser Kartell in dem diesjährigen Zustande für eine bedeutend größere Anzahl von Füxen überhaupt noch aufnahmefähig gewesen wäre. Nachstehend eine U e b e r s i c h t ü b e r d i e K e i 1 e r f o 1 g e der Verbindungen während der drei Keilperioden, die zwischen dem vorigen Kartelltag und dem jetzigen lagen, ferner eine Uebersicht darüber, wie sich der Zuwachs der Herkunft der Füxe nach auf die einzelnen Landesteile und auf die Universitätsstädte, in denen wir Verbindungen haben, verteilt. Die Zahlen der beiden letzten Tabellen sind infolge der ungenauen Angaben der Verbindungen nicht vollständig und nicht absolut richtig: Von den 445 neuen Füxen entstammen 41 dem Blau-Weiß, 22 TurnT ■und Rudervereinen, 11 anderen nationaljüdischen Jugendgruppen, 29 weitere bezeichneten sich als Zionisten, 6 als Poale-Zionisten. Wenn man sich ein vollständiges Bild von der zahlenmäßigen Entwicklung des Kartells machen will, muß man sich noch die Zahl der Austritte und der Wiederaufnahmen vor Augen .halten. Diese Zahlen sind nicht statistisch verfolgt worden, man kann sie jedoch nachträglich mit einiger Genauigkeit feststellen. Es sind etwa 40 Bundesbrüder (einschließlich der oben gezählten erstsemestrigen Füxe) aus dem

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