Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1919-10-01 · Heft 6 (Oktober 1919) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 6 (Oktober 1919)
Date
1919-10-01
Page
[Seite] (sequence 48)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3537599-3537737-3537743--4711-3542467
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

286 Aus den Korporationen Chaim (Kiel), Okun„ Bäsch und als O. V. G. Enoch. Levie n, wurde rezipiert, schied jedoch bald wieder aus. Neben " verschiedenen •Keilveranstaltungen) wurde von 'Karleborg die jüdische Schülervereinigung Hatikwah gegen Ende des Semesters mit 12 A'ktivmeildungen begründet. Das Programm der Kadimat wies nach einer .großen, von über 500 Personen besuchten Eröffnungsfeier meist folgende Veranstaltungen auf: Montag, Mittwoch und Donnerstag vorm. 645—745 Hebräisch, Dienstag und Freitag vorm. 645—745 Turnen und Boxen, Dienstag nachm.. 8—10 ReL- Kursus bei Dr. Sonderling, Donnerstag nachm- 8—10 Fuxenstunde bei A. H. Dr. Schwabacher* Mittwoch abends Turnen im J. T. V. Bar JKochba, außerdem meist ein Vortrag eines Alten Herrn. Größere Veranstaltungen waren folgende: zwei Ausflüge mit Gästen, ein gemütlicher Abend, ein Vortrag vor Gästen, besonders vor -den sozialistischen Studenten, von Bbr. Karlsberg über das Thema: „Jüdischer Nationalismus und Sozialismus"; zuletzt waren wir am Freitagabend stets bei einem der Alten Herrn abwechselnd eingeladen. Damit wären im großen die inneren Angelegenheiten erwähnt. Streit und Zank hat es in Hamburg nicht gegeben. Wenn nach innen der Zusammenhalt noch nicht so bundesbrüderlich war, wie er es eigentlich sein soll, so sind die Gründe klar zu erkennen: Die .geringe Zahl der Bundesbrüder, die bis auf zwei in Hamburg ihre Familie hatten, die .großen Entfernungen und anderes mehr machten uns die Aufgabe sehr schwer und ließen nicht alles so gelingen, wie wir es wünschten. Das kommende Semester tsoll und wird das Versäumte nachholenv Um so besser-war unsere Stellung nach außen. In jüdischen Kreisen haben wir uns nach Möglichkeit betätigt und auch Anerkennung gefunden. Im nationaljüdischen Jugendaussdhuß sitzen als V. J. St.-er A. H. Dr. Nathan. Dr. Louis L e w y und Bbr. Karfsberg. A> H. Dr. M a x Lewy ist Vorsitzender der Zionistischen Ortsgruppe^ A. H. Dr. Israel ist im Vorstande der Bar-Kochba, Heinrich N e c h e 1 e s und Ernst N e - cheles, anfangs auch Bu rg , beteiligten sich eifrig an der Blau-Weiß- Arbeit; auch auf diesem Gebiet soll das neue Semester unsere Leistungen erhöhen. Unser Hauptsemestererfolg liegt auf '.studentisch-politischem Gebiet- , Der K. C. hat hier infolge seiner geschwindend geringen Zahl bisher keinerlei Einfluß gewinnen können, mit der V. J- St. stehen wir in gutem Einvernehmen^ In einer jüdischen Studenten-Vollversammlung wurde die „I n t e rlk o.rp o> r a t i v & A r b eM t s g e m e i n s c h a f-1 der jüdischen Studenten" gegründet, deren Vorsitzender Karlsberg ist. K. C. und V. J. A. nehmen in vollem Umfange an den Arbeiten teil, wenngleich auch ohne größeren Einfluß. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind: Loewenberg, Salomon, Frl. Kutnewsky, Frl. Bauer als nicht Inkorporierte, Max Simon (K-CX Lerner (V.J.Ä.), Karlsberg (V.J. St.); Vorsitzender: Karlsberg, Schriftführer: Loewenberg. Die Arbeitsgemeinschaft hat viel und mit gutem Erfolg gearbeitet. Als Abischluß des Sommersemesters wurde ein hochoffizieller Schlußkonvent veranstaltet, der sehr gut, auch von auswärtigen Bundesbrüdern, besucht war. Es wurde sogleich das Feriensemester mit regulärem Betrieb eröffnet. Neben dem regelmäßigen Wochenprogramm steht als Hauptveranstaltung des Feriensemesters die „Chajizat" der nationaljüdischen Jugendvereine Hamburgs, die von der Kadimat vorbereitet wird. Personalia: A. H,. Toeplitz verlobte sich mit Fräulein Ida Blumberg. — Weinberg und Messias wurden inaktiviert. 15. August 1919 Bernhard Karlsberg Am 20. September 1919 fand der Schlußkonvent für das Feriensemester und der Antrittskonvent für das Wintersemester 1919/20 statt. Zu Beginn des Konventes wurden aufgenommen: Kurt E n o c h aus Hamburg, Alexander Gurwitsch aus Petersburg, Salomon Wolff aus Kowno. -^Für das

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.