Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 5 (August 1919)
- Date
- 1919-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3537599-3537737-3537742--4647-3542402- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Aus den Verbindungen 223 Wir sind der Ansicht, daß wir die Position, die wir dort mühselig geschaffen haben, unbedingt halten und weiter ausbauen müssen, um nicht dem K. C. das Feld zu überlassen. Rostock als Studienort ist sehr zu empfehlen, da die Lebensverhältnisse dort äußerst günstig liegen, ferner das Studium für Mediziner, besonders Vorkliniker und Examenskandidaten, sehr zu empfehlen ist. Ich bitte alle Bundesbrüder, die Auskünfte haben wollen, sich an mich zu wenden. Personali a: Aktivmeldungen: Popp er-Hamburg, Rynarzewskt- Berlin, — Austritte: Behren.d, Elkan, Pffaum, Radzijewski. Herzberg wurde inaktiviert, Schufftan bestand sein Burschenexamen, Ciffrin erhielt vom Ehrenrat, Herzky vom B. C. eine Rüge. Beer, 2S* ju!l Berlin N.W. 21, Crefeider Str. 22. Aufruf der V« J. St. Hatikwah-Würzburg An alle K. J. V.-Korporationen und sämtliche Bundesbrüder ergeht die dringende Bitte der V. J. St. Würzburg, sie in ihrer Tätigkeit durch Spenden von Büchein zu unterstützen. Das Arbeitsfeld der Verbindung ist groß. Sie betrachtet es als ihre Aufgabe, dem Zionismus auch in Franke» neue Anhänger zu gewinnen. Es ist der Hatikwah möglich, in absehbarer Zeit dieses Ziel zu erreichen. Sie bedarf zu diesem Zweck v r allem einer Bibliothek, aus der die zahlreichen Füxe Material erhalten können und mit deren Hilfe die Propaganda in großem Stil betrieben werden kann Der käufliche Erwerb neuer Bücher ist bei den heutigen Preisen so gut wie ausgeschlossen. Die Verbindung hat alle ihre Kräfte aufgeboten, um wenigstens einen Grundstock für ihre Bücherei zu bilden. Die Zahl der Bücher entspricht aber in keiner Weise dem vorhandenen Bedürfnis. Wir bitten daher unsere älteren Kartellverbindungen, der jungen Hatikwah durch Bücherspenden einige Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen. Alle Bundesbrüder sodann, die sich der Wichtigkeit der Propagandatätigkeit gerade in der jetzigen Zeit und der geistigen Ausbildung der jungen Bundesbrüder bewußt sind, besonders aber Bundesbrüder, die bereits vor Begründung der Hatikwah in Würzburg studiert haben und ihren Zusammenhang mit unserer schönen Universitätsstadt dokumentieren wollen, werden herzlichst gebeten, Bücher jüdischen Inhalts, auch solche allgemeinen, politischen, belletristischen Inhalts, sowie Flugschriften und anderes zur Propaganda geeignetes Material an die Verbindung, Mergentheimer Str. 6 p. L, einzusenden. Sie dürfen unseres Dankes gewiß sein! Stammtisch Giessen Wir eröffneten das Semester am 6. Mai mit einem Antrittskonvent. Zu Chargierten wurden gewählt Ludwig K a t z *, Friedrich Simon** und Leo Heß ***. Die Aktivitas vermehrte sich durch die Aktivmeldungen von Julius Katz, F lörsheim und Strauß auf 18 Bundesbrüder. Ferner wurden Dubrowitsch und Eisen bei uns O.V. G. Bei uns wurde straffe Disziplin ausgeübt in der festen Meinung, daß nur auf dieser Grundlage sich unsere Ziele erreichen lassen. Wir hatten wöchentlich einen zweistündigen Teiidenzfuxenunterricht, einstündigen Kommentfuxenunterricht, einstündigen Geschichtsunterricht, einen einstündigen Kurs über die Entstehung der Mischrah, zweimal Hebräisch,