Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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78 STEINITZ, K.J.V. und Universitätsgründung Becken zusammengedrängt sind, die Gelegenheit, ganz einzigartige tiergeographische Probleme bearbeiten zu "können, nicht zuletzt aber auch die zoologisch hoch interessante Festlandsfauna Palästinas und seines Hinterlandes würden der Station bald einen internationalen Besuch sichern (was wohl bei dem hebräischen Charakter der Universität für andere Institute kaum der Fall sein würde). Habe ich doch bereits von einem Berliner Zoologen, der von meinen Absichten Wind bekommen hat, einen Brief mit der Anfrage erhalten, wie weit denn die Sache gediehen sei, er freue sich schon darauf, unter den ersten Gästen der Station zu sein! Ich glaube nun, das K. J. V. könnte meinem Projekte und damit sich selbst auf folgende Weise einen großen Dienst erweisen: Das K. J. V. gründet eine' „Jüdische biologische Gesellschaft". Deren Zweck ist die biologische Erforschung Palästinas, Mittel zu diesem Zweck die Errichtung bzw. Unterhaltung der zoologischen Station. Die Gründung der Gesellschaft geschieht so, daß sämtliche K. J. V.-er der Gesellschaft mit einem Jahresbeiträge von mindestens 10 Mark beitreten. Durch eine rege Agitation läßt sich in wenigen Monaten erreichen, daß wir weitere 12—1500 Mitglieder bekommen. Diese Schätzung ist äußerst niedrig, da in den Städten mit größeren zionistischen Ortsgruppen die Mehrzahl der besser situierten Mitglieder und überall sonst zahlreiche Aerzte, naturwissenschaftlich interessierte Laien usw. dafür zu haben sein werden (n. b.: der erste Leser der Denkschrift, ein Kaufmann, spendete sofort zur Beschaffung der Bibliothek) 25 000 Mark). Auf diese Weise bringen wir einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von rund 25000 Mark, d. h. (nominell — wenn auch der schlechten Valuta wegen noch nicht faktisch) die* Hälfte des Budgets der Station auf. Außerdem veranstalten wir, wofür, in Breslau bereits Vorbereitungen getroffen sind, Versammlungen zwecks Aufbringung des Gründungskapitals von einer Viertelmillion, Sodann haben wir mit den national-jüdischen Akademiker-Organisationen des Auslandes über ihren Anschluß! an die biologische Gesellschaft Fühlung zu nehmen. Als biologische Gesellschaft treten wir weiter an die in Palästina arbeitenden Organisationen um Beihilfe heran; als K.J.V. aber wenden wir uns an das E. A. C, schildern, was wir von uns aus für den schwierigsten Teil der Universitätsgründung (denn.' das ist zweifellos die