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Der jüdische Student · 1919-05-01 · Heft 2 (Mai 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 2 (Mai 1919)
Date
1919-05-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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AfSer, Neuorganisation der Altherrenschaft 45 überall sehen;wir — und auch das muß einmal gesagt werden — Ahe Herren des B. J. C. bzw. FC. Z. V. als Mitbegründer, Urheber und hervorragendste Mitarbeiter tätig. Ja, wir, können die merkwürdige Tatsache feststellen» daß, während Wir von manchen Kreisen der Aktivitas mit der Ueberlegenheit» die ihnen nicht immer ganz fremd ist, als unfähige und unzulängliche Produkte einer veralteten und wertlosen K. J. V.'er-Erziehuiig zum alten Eisen geworfen werden, uns von fremder Seife der Vorwurf trifft, daß wir das zionistische Leben^ Deutschlands über unsere Zahl und Bedeutung hinaus beeinflußten und beherrschten. Wie steht es nun in .Wirklichkeit? Ich glaube, man kann es so sagen, daß unsere Bedeutung im zionistischen Leben Deutschlands auf der hervorragenden Arbeit eines kleinen Teils der Alt- Herrenschaft beruht. Es sind immer dieselben, dazu am meisten Befähigten, und es ist wie überall und wie ganz natürlich die Majorität, die der Vorwurf mangelnder Mitarbeit trifft; und es ist die Gesamtheit, die als solche nicht entsprechend in Erscheinung tritt Ist es nun möglich, diese Gesamtheit zu aktivieren, und den Willen zur Mitarbeit bei den Einzelnen jzu steigern? Wir glauben es, und wir sehen das Mittel dazu in einem starken Alt-Herrenverband. Wir glauben, daß der Zusammenschluß zu einer Organisation durch enge freundschaftliche Fühlungnahme mit den einzelnen Alten Herren und durch Erfassung und Verteilung der Arbeitsmöglichkeiten die Gesamtleistung zu steigern vermag. Ich brauche die Gründe, die so manche Alte Herren an entsprechender Mitarbeit hindern, hier nicht lange aufzuzählen. Der Eintritt in den Beruf verändert eben — und damit müssen wir unbedingt rechnen — grundlegend die Situation der Alten Herren gegenüber den Aktiven und ein jeder, der nicht selbst von großer Initiative und Tatkraft ist, weiß, wie sehr fehlende Anregung, berufliche und familiäre Behinderung, mangelnde oder nicht erkannte^ Arbeitsmöglichkeit besonders für die in kleine und abgelegene Orte Versprengte, fehlender Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten und in ähnlicher Lage Befindliche — wie sehr alle diese äußeren und inneren Hemmungen den besten Willen lähmen können. Wir glauben nun, daß zu der Fortschaffung dieser Hindernisse der A. H. V. viel eher imstande sein dürfte als das bisherige Kartell, ja daß er dafür die einzig gegebene Instanz ist; und es ist hier nötig, auch auf einen inneren Grund kurz einzugehen, der neben den äußeren Gründen mit eine Ursache dafür ist, daß im Laufe der Zeit so manche Alte Herren, von denen wir anderes erwarten durften und gewohnt waren, sich in Untätigkeit zurückzogen. Dieser Grund liegt in der Entwicklung, die unser Kartell selber genommen hat. Es liegt mir fern, hier in eine Einzelkritik und Besprechung der Ideen einzutreten, die während der letzten Jahre in schnellem Tempo und nicht mxmer gradlini*

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